Taaha, Tahaa, Taa’a

Ganz gleich, wie man sie schreibt, diese Insel der Seligen, sie ist eine der entspannendsten Urlaubsdestinationen, die ich je besucht habe. Das benachbarte Bora Bora wirkt dagegen wie Manhattan. Anders gesagt: Bei der Landung in Tahaa stellen Sie Ihre Uhr bitte auf 1975. Das mag man mögen oder nicht – ich hatte 3-5 Tage kein Problem –, aber man muss es vor allem können. Denn die digitalisierte Welt lässt man in der Sekunde zurück, wo die Tahiti Nui auf dem Airport von Raiatea aufsetzt und man merkt, dass Internet ein Fremdwort für die Polynesier ist.

Selbst im besten Hotel, dem Le Taha’a Resort (noch eine andere Schreibweise), ist die Connection zur Außenwelt eher ’spotty‘. Für den gestressten Urlauber natürlich ein Paradies. Denn das erste, was man hier vergisst, ist die Uhrzeit.

Auf der Terrasse des Overwater Bungalow erholen sich die Augen am unendlichen Türkis der Südsee. Im Restaurant hoch in den Wipfeln der Palmen fühlt man sich wie Robinson Crusoe – die VIP-/Jetset-/Luxusversion davon. Die Langsamkeit ist erfrischend, die lächelnden, leise und glücklich vor sich hinsummenden polynesischen Kellner übertragen relaxende Vibes, die die wunderbaren Cocktails – Coconut-Pineapple-Everything – komplementieren.


Der Pool ist zwar da, aber warum? Denn die Lagune ist endlos und voller bunter Fische. Schnorcheln ist, als würde man in ein Aquarium tauchen. Nur besser.

Taaha, diese unberührteste aller Tahiti-Inseln, ist vor allem als Vanille-Produzent bekannt. Und die tahitische Vanille ist die beste der Welt. Beim Besuch auf der Vanilla Plantation lernen wir über die einzigartige Form, in der die Vanille-Bohnen geerntet und ’nachbehandelt werden‘.


Step 1: Vanille Vine


Step 2: Die Bohnen werden an der Sonne getrocknet…aber…


Step 3: …jede Nacht in Tücher gewickelt und in Truhen ‚geschwitzt‘

Nach dem täglichen und nächtlichen Prozedere, das Wochen dauert, werden sie verarbeitet. Und dann ist shopping til dropping angesagt: Vanille Oil, Vanille Sugar, Vanille Coffee, Vanille Bodylotion…


Habe ALLES gekauft, whoa!!!

Man ist dementsprechend erschöpft und muss sich stärken: im Chez Louise, dem besten Restaurant der Insel, mit der dicken Louise, die alles selbst kocht. Herrliches Poisson Cru, Curry-Shrimps, gegrillte Thunfisch-Stücke und Softshell Crab. Serviert in Bambusschalen, dazu französische Weine oder das heimische Hinano Bier.


Der Blick auf das nicht so ferne Bora Bora ist einzigartig.

Back im Le Taha’a Resort MUSS man ins Spa. Die Polynesier sind Meister der Massage, und die Produkte, mit denen man hier eingeölt, gescrubbed und exfoliated wird, wesentlich reiner und besser als alle Paraben-verseuchten Cremes, mit denen wir unsere Körper sonst foltern. Tiare, Vanille, Kokosnuss und vor allem das Tamanu-Öl, gewonnen aus der gleichnamigen Baumnuss, das jeden Sonnenbrand ganz schnell kuriert (und sehr gut auf Narben wirkt). Die Haut dankt. Die Seele auch. Denn die darf hier baumeln. Und die Erholung wirkt noch Wochen nach.


Baumfrucht – Tamanu

Das Hotel organisiert übrigens alle Trips auf de Hauptinsel, zu den Vanilleplantagen und in die Restaurants.


Hibiskus blüht überall

22. Juni 2013  / 21:50 Uhr  / by Elisabeth Sereda  / 0 Kommentare  / Labels Friends, Best Places, Elisabeth Sereda

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