Golden Door Spa

Über die Neujahrsfeiertage fuhr ich mit Eva LaRue statt auf typischen Silvester-Alkohol-Urlaub zum Detox in eines der schönsten und exklusivsten Spas der Welt – ins Golden Door. Das zum Glück keine zwei Autostunden von Los Angeles entfernt ist, aber auch eine weite Anreise jederzeit rechtfertigt. Als Anhang beim nächsten California-Trip heiß zu empfehlen! Architektur und Vibe sind übrigens sehr japanisch.

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Das Golden Door gibt es seit 1958 (!), es wurde von einer frühen Spa-Fanatikerin und ihrem ungarischen Ehemann gegründet, ging aber 1998 in die Hände einer Großfirma über, die sich um die Ursprungsidee – eine Oase der körperlichen, geistigen, seelischen und spirituellen Entspannung zu schaffen – nur mehr lieblos kümmerte. Das änderte sich 2013, als der ehemalige Stammgast Joanne Conway ihren Multimilliardär-Husband dazu brachte, das Spa zu kaufen. Seitdem wird an der perfekten Exzellenz in allen Bereichen gearbeitet. „Wir sind zu 90% dort, wo wir hinwollen“, sagt die Managerin und COO Kathy Van Ness. Das konnten wir nur bestätigen:

Exteriors at the Golden Door Spa in San Marcos.  Interior design by Victoria Hagan

1. Das Golden Door hat einen perfekt individualisierten Zugang zu Fitness, Ernährung und anderen Aktivitäten. Gleich nach unserer Ankunft wurde das Programm ausgearbeitet – gleich nach Wiegen (oy vay!) und Messen (noch schlimmer). Wir wählten beide eine 1200-Kalorien-pro-Tag-Diät und ein relativ anstrengendes Workout-Programm (das man aber täglich oder auch stündlich je nach Befinden ändern kann). Details dazu später. Unsere Zimmer/Bungalows waren in der Camelia-Section. Es gibt im Golden Door nur höchstens 40 Gäste:

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Guest Room 1 at the Golden Door Spa in San Marcos.  Interior design by Victoria Hagan

2. Entspannung ist ein Muss: Die tägliche Massage im eigenen, großen, Bungalow-artigen Zimmer ist genauso im Preis inbegriffen wie ein weiteres Treatment wie etwa Bodyscrub, Wrap, Facial, etc… Genaueres auf der unten stehenden Website. Sehr zu empfehlen: Watsu Water Therapy, eine Art Unterwassermassage im eigenen Watsu-Pool.

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3. Das Essen! 1200 unfassbare Gourmet-Kalorien (man kann auch 1400 oder 1600 wählen) sind bei der Qualität durchaus auszuhalten. ALLES ist bio. Das meiste kommt aus dem riesigen Gemüse- und Obstgarten, von den eigenen Zitrushainen, und demnächst gibt es sogar ein eigenproduziertes Olivenöl von den herrlichen Plantagen, die hier angelegt wurden. Rotes Fleisch gibt es nicht, aber Biohendl und Fisch von den besten lokalen Anbietern. Der großartige Chefkoch Greg Frey hat ständig neue Ideen, die er dann auch sehr schnell umsetzt. Dazu gehört auch das rein alkaline Wasser, das aus einer umliegenden Quelle kommt und den Detox beschleunigt (und gut schmeckt).

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Eva mit Meisterkoch Greg Frey beim Ernten

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Wake up and smell the roses…

Und dann sind da noch die Eier von den Plüschhendln. Ich nenne sie so, weil sie so aussehen und sich so anfühlen. Sie bekommen nur Bio-Abfälle aus der Küche, rennen in einem großen Gehege frei herum und werden nur für die Eiproduktion gehalten, nicht zum Schlachten.

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Beim Eier sammeln

Frühstück wird zwischen 5:45 (für die Wahnsinnigen, die um 6 wandern gehen wollen) und 8:00 aufs Zimmer gebracht. Mittagessen ist um 13:00 und Abendessen um 18:30 im Dining Room.

Golden Door

4. Auch geistig und psychisch wird für Detox gesorgt: Unter dem Titel „Inner Focus“ gibt es Meditationen, Haiku, Neurobics, Sacred Sounds, Selbsthypnose, aber auch Selbstverteidigung, alles unter der Leitung von professionell ausgebildeten Coaches. Wir genossen vor allem die 2 Labyrinthe, die auf dem riesigen Grundstück zu finden sind – eines gleich hinter den Gebäuden im Wald, das andere auf der Bergspitze, zu der man wandern, aber auch per Shuttle geführt werden kann.

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Wunderschönes Labyrinth, sooo meditativ

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Zweites Labyrinth am Berggipfel. Am Horizont die verschneiten San Bernardino Mountains, vor uns Mandarinenbäume

5. Tagesprogramm: Ein typischer Tag begann für uns mit Frühstück um 7:45 (zum Hiken um 6:00 war es zu kalt, und wir waren zu faul).

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„the fan“ – das tägliche, individuelle Programm

7:45 Frühstück

Golden Door

8:15 Stretching class

9:00 Personal Training Session

10:00 Aqua-Fitness im Pool für mich (ich liebe Aquaklassen und hier gab es 6 verschiedene!), Pilates-Sculpting für Eva

Golden Door

11:00 DYOT – eine herrliche Abkürzung für „do your own thing“ (ich war mitten in Golden-Globes-Presenter-Bookings und verwendete diese Stunde für Emails und Anrufe – von beidem wird übrigens stark abgeraten, Laptops und Handys sind nur im eigenen Zimmer erlaubt)

12:00 ein weiteres Aqua-Fitness für mich (die Klassen tragen hier so klingende Namen wie „Jukebox H2O“, „Aqua Circuit“, „Aqua Boot Camp“, „H2O CSI“ und „Aqua Dumbbells“). Eva tanzte sich inzwischen die Pfunde mit Cardio Drum Dance und Zumba runter.

13:00 Lunch

14:00 Wandern, die medium Version (keine Steilhänge)

15:00 Massage (Art und Stärke selbst gewählt. Ich war ein großer Fan meines Masseurs Michael)

16:00 DYOT oder Restorative Yoga

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17:00 Individuelles Body Treatment: Wir hatten Scrubs, Wraps, Facials, Mani-Pedis

Golden Door

18:30 Dinner

Spätestens um 21:30 fielen wir ins Bett.

Resultat nach 4 Tagen (man sollte 7 Tage buchen, aber dafür war leider keine Zeit)? Komplette geistige und psychische Frische. Physisch fit. Ich nahm zwar nur 2 Kilo ab – das in den Herbst- und Wintermonaten aufgestaute Fett, not to mention der Feiertagsalkohol, wandelte sich sehr schnell in Muskel um, und Muskeln wiegen bekanntlich mehr als Fett – aber ich verlor total an Umfang! Und passte wunderbar in mein Golden-Globe-Kleid. Zudem fühlten wir uns beide extrem stark und vor allem gesund. Leuchtende Augen, strahlende Haut. Das „Spa-Hirn“ setzte ein, Los Angeles schien so weit weg wie Uzbekistan, bis auf die eine Stunde Arbeit pro Tag, waren mir Handy, Emails und Twitter so wurscht, wie wenn in Meidling a Dreiradler umfallt. Und die Vorsätze – die wir beide erstaunlicherweise genauso einhalten wie unseren neugewonnen Umfang und Gewicht – waren vielfach.

Falls ich es mir leisten kann, komme ich definitiv wieder! Billig ist es ja nicht, aber viele der Gäste, die jedes angeblich erstklassige Spa der Welt frequentieren, waren sich einig, dass das Golden Door die Nummer 1 ist.

goldendoor.com

Alle Fotos © Golden Door, Elisabeth Sereda

10. Februar 2015  / 11:49 Uhr  / by Elisabeth Sereda  / 0 Kommentare  / Labels Friends, Best Places, Elisabeth Sereda

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