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	<title>Isa Trends Blog &#187; Pandora Reithermann</title>
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		<title>Hyper, Hyper!</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 08:46:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pandora Reithermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pandora Reithermann]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich stand in einem Keller irgendwo im Weinviertel, und die Musik klang so, als würde ein Riese husten. Andauernd. Draußen im Hof hingen ein paar Tarnnetze, und auf die Mauer wurden alte Videos projektiert: Love Parade, Free Party, Danube Rave, Gasometer. Die gute alte Techno-Zeit.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich stand in einem Keller irgendwo im Weinviertel, und die Musik klang so, als würde ein Riese husten. Andauernd. Draußen im Hof hingen ein paar Tarnnetze, und auf die Mauer wurden alte Videos projektiert: Love Parade, Free Party, Danube Rave, Gasometer. Die gute alte Techno-Zeit.</p>
<p>Nicht lachen oder gar verachten, aber wenn ich mich schon einem Anfall von Nostalgie hingebe, dann muss die Wahl eindeutig auf die Mitte der neunziger Jahre fallen. Wir waren so schrecklich schön hässlich, ich auf dem Army-Truck, der eine Tanzwut-Parade anführte, mit gagerlgelben Haaren und später auch gelbem Gesicht, weil die Farbe nicht hielt. Der einst smarter Eventer, dem nach der Afterhour auf einem Parkplatz der Geldkoffer mit der Losung platzte. Die jetzt halbwegs artige Journalistin oben ohne und durch pures MMDA beschleunigt auf einem Party-Truck. Der heutige Werbetexter und Musiker, der sich zwecks Bühnenperformance auf Ski-Schuhe schnüren ließ und kleine Raver schreckte.</p>
<p>Jedoch: Irgendwann war’s dann vorbei, und was bleibt, sind Erinnerungen an mit Gafferband abgeklebte Titten und orange Hotpants im Weinkeller bei 200 Beats per Minute.</p>
<p>Aber wie war das eigentlich mit dem Sex? Ich kann mich selbsterklärenderweise nur schemenhaft erinnern. Da war so ein Glatzkopf aus Berlin, der in einer Geschäftsauslage wohnte (kein Scheiß) und in den ich mich für 48 Stunden verliebte. Und ein verpatzer Dreier mit einem DJ, dessen Freundin derart dominant war, dass ich mich schließlich darauf beschränkte zuzusehen, wie sie auf ihm herumtobte wie ein wildgewordener Springteufel und schließlich von den kotzenden Zimmernachbarn unterbrochen wurde.</p>
<p>Die wildeste Zeit in meinem Leben, sie war nüchtern und im Nachhinein betrachtet gar nicht so wild.</p>
<p>Dafür habe ich immerhin fast jedes Musik-Genre ausprobiert. Da war L., der schizoide Hip-Hopper, zwei Meter lang, picklig, viel zu große Hosen und eine ordentliche Meise vom Dauerkiffen. Musste mit ihm Schluss machen, nachdem er mir postkoital erzählte, dass er sich ab und an in einen Drachen verwandelt. Und eigentlich immer noch bei seinen Eltern lebt. Tschüss, Grisu.</p>
<p>Oder A., der Punker aus Wien-Wieden, mit den Schottland-Tattoos und der Vorliebe für warmes Dosenbier. Sprach wenig, war aber lingual trotzdem sehr begabt. Klappte aber trotzdem nicht mit uns, weil man sich Attitüde eben nicht kaufen kann.</p>
<p>Der Heavy Metaller wollte sich auf einem Konzert mir unbekannter Brüllaffen am Damenklo eine Nase Heroin teilen, das war mir dann doch zu heavy.</p>
<p>Dann wäre da noch das Wiener Lied (heiße, lange Affäre), der klassische Rock (Strohfeuer), House (um die 15 One-Night-Stands), Oper (2x verheiratet) und Reggae (eingepennt).</p>
<p>Heute stehe ich im Weinviertel bei Happy Hardcore, bügle meine Gehirnwindungen und freue mich, nach all dem Trommelwirbel halbwegs glücklich und vor allem nicht taub zu sein.</p>
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		<title>Fremdgehen für Paranoide</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 09:25:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pandora Reithermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pandora Reithermann]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwie komme ich zur Zeit gar nicht mehr aus dem Puff raus. Erst gestern saß ich mit einem sehr berühmten Maler im auch sehr berühmten “Babylon” und versuchte mich an einer allgemein gültigen Definition von Perversion. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwie komme ich zur Zeit gar nicht mehr aus dem Puff raus. Erst gestern saß ich mit einem sehr berühmten Maler im auch sehr berühmten “Babylon” und versuchte mich an einer allgemein gültigen Definition von Perversion. Eben was man mit einem 71-Jährigen Künstler so macht, wenn man ein, zwei Gläschen Champus intus hat und unter dem Deckmantel eines Interviews schweinigeln möchte.</p>
<p>Und in ein paar Tagen geht’s wieder in ein Lusthaus, in den “Funpalast” nämlich. Dort plaudere ich mit ebenfalls Prominenten über ihr Geschlechtsleben, und zwar live, fürs Radio. Dafür wiederum bekomme ich auch noch Geld, was manchen mehr als kokett vorkommen mag: Ich amüsiere mich quasi beruflich.</p>
<p>Ich habe sogar meinen Geburtstag im Puff gefeiert, was bedeutet, dass sich eine Gruppe Halbwahnsinniger einen Atemzug nach der letzten Sendeminute die Kleider vom Leib riss und in den Pool stürzte, bis uns der vor lauter Muskeln fast quadratische Aufpasser nahe legte, das allgemeine Remmidemmi ins Private zu verlegen. Vielleicht war er auch bloß verstört, weil wir – obwohl volltrunken und nackt &#8211; nichts anders im Sinne hatten, als eine Partie Wasserball zu spielen, bis auf ein paar Frischverliebte, die sich am Beckenrand ausgriffen und den Nutten mit ihrem Liebesgedusel das Geschäft ruinierten.</p>
<p>Trotzdem muss ich eingestehen, dass ich bei meinem Daueraufenthalt im Gewerbe, nüchtern betrachtet (was es generell zu vermeiden gilt), manchmal auch das bekomme, was der Amerikaner einen “Reality Check“ nennt. Die ganzen netten Herren im Maßanzug (Babylon) oder mit den Handtüchern um die Hüften (Funpalast) bescheißen zu 99 Prozent gerade ihre Frauen, und das vor meinen Augen.</p>
<p>Nun sollte ich als Sex-Kolumnistin prinzipiell für alles offen sein und, wenn’s nach ein paar Leserbriefen und Facebook-Anfragen geht, auch dauerbrünftig, aber Betrug finde ich irgendwie doof. Entweder man ist Single und vögelt rum, oder man ist liiert und treu. Wozu sollte man sich denn binden, wenn man sich gar nicht binden möchte.</p>
<p>Bevor Sie jetzt nicht mehr weiterlesen: Ich weiß, ich weiß, mit solchen Bonmots kann ich vielleicht meine frischbetrogenen Freundinnen trösten, mit der Wirklichkeit hat Treue aber wenig zu tun. Sogar der 71-Jährige Attersee weiß, dass &#8220;jeder betrügt, aber eben nicht darüber spricht&#8221;. Und Nelly Baumann hat mir jüngst ein Horoskop gemacht, dass mir die Untreue quasi in die Sternenwiege liegt.</p>
<p>Werde ich also tatsächlich mal fremdgehen? Und wenn ja, warum? Abwechslung oder Alkoholmissbrauch? Selbstbestätigung oder Sexsucht? Und mit wem? Ex-Freund oder Zufallsbekanntschaft? Und wo, bitte schön? In Wien bin ich stadtbekannt, und im Urlaub habe ich sogar selten gevögelt als ich noch Single war, weil’s mir einfach oft zu billig war.</p>
<p>Und hierzulande müsste ich schon einen wasserfesten Plan entwickeln, der jede Eventualität eines etwaigen Erwischt-Werdens ausschließt: Ich bin nämlich aus Überzeugung paranoid.</p>
<p>Summa summarum: Klingt ganz schön anstrengend, so ein Betrug. Und dann gibt es nicht mal eine Garantie, dass sich der ganze Gewaltakt auszahlt. Ich meine, schlechten Sex kann ich auch zu Hause haben (nur ein Witz, Schatz).</p>
<p>Dann gäbe es noch die Möglichkeit, sich einen Callboy kommen zu lassen, aber die heißen oft Kevin oder Horst und sehen auch so aus.</p>
<p>Werde ich also betrügen? Ich weiß es nicht. Nur eines weiß ich sicher: Wenn, werde ich hier sicher nichts darüber schreiben.</p>
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		<title>Fett oder Fit?</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jul 2011 10:59:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pandora Reithermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pandora Reithermann]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich schreibe diese Zeilen, während ich ein Solero (99 kcal) esse: Mein Kollege Gustav (homosexuell, Name aus Sicherheitsgründen geändert) mag keine Dicken. Vor allem mag er keine dicken Frauen. Er hat eine Fett-Phobie, und das macht es ihm nicht immer leicht. Sagt ja der Name schon.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schreibe diese Zeilen, während ich ein Solero (99 kcal) esse: Mein Kollege Gustav (homosexuell, Name aus Sicherheitsgründen geändert) mag keine Dicken. Vor allem mag er keine dicken Frauen. Er hat eine Fett-Phobie, und das macht es ihm nicht immer leicht. Sagt ja der Name schon.</p>
<p>Mich mag er, wahrscheinlich weil&#8217;s bei mir immer ein bissl an der Kippe steht. Ich war in meinem Leben schon richtig dick, aber auch schon richtig schlank. Ich bin das fleischgewordene JoJo, das hat nicht nur mit meiner Genusssucht, sondern auch mit der doofen Schilddrüse zu tun. Gerade bin ich in einer Entscheidungsphase, was es nun werden soll. Fett durch den Sommer? Fit durch den Sommer?</p>
<p>Da braucht man Entscheidungshelfer, sprich Experten: Nachdem ich mit Weight Watchers und Metabolic Balance jeweils bereits 20 Kilo abgespeckt habe (Wohin gehen die eigentlich? Gibt es einen Fett-Himmel?), muss ich zu noch nicht erprobten Maßnahmen greifen: Jede Diät (nennen wir das Kind beim Namen, &#8220;Ernährungsumstellung&#8221; ist blanker Hohn) wirkt bei mir nur einmal.</p>
<p>Also ab zum Kinesiologen: Kann ja sein, dass ich irgendeine Lebensmittelunverträglichkeit habe, die meinen Stoffwechsel erlahmt. Der gute Mann, eine Koryphäe auf seinem Gebiet, legt mir im Halbdunkeln unzählige Brösel diverse Substanzen auf den Leib, versucht mir den rechten Arm zu verdrehen und: Alles klar. Keine Kuhmilch, kein Weizen. Teufelszeug. Zucker und Alkohol sind sowieso doof, und das nenne ich Folter. Also esse ich einen Monat lang müffelnden Ziegenkäse und Dinkelbrot. Der Erfolg: Zwei Kilo weniger und miese Laune. Die Verdauung? So lala. Da ich beim Besuch im Streichelzoo versucht bin, der anwesenden Ziege gegen das Schienbein zu treten, lasse ich das Ganze aber sein.</p>
<p>Gut, dann Bioresonanz. Man drückt mir zwei goldenen Stäbe in die Hand und lädt mich auf. Yummy. Dann stecke ich einen Finger ins Wasser, werde an eigenartige Geräte angeschlossen und siehe da. Kuhmilch okay. Weizen okay. Das Eigelb ist der Hund. Und die Hefe. Und der Zucker und der Alkohol. Eh klar. Drei Tage halte ich durch, dann bemerke ich, dass mir das scheißegal ist. Ganz ehrlich: Was soll der Humbug?</p>
<p>Ich mache meinem Kollegen Gustav jetzt einen Gefallen: Esse weniger Süßes, trinke weniger Alkohol, lasse einmal die Woche das Dinner weg und bewege mich regelmäßig. Und vielleicht geht es sich 2012 ja aus mit der Bikinifigur.</p>
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		<title>Sex im Sommer</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 08:41:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pandora Reithermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pandora Reithermann]]></category>

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		<description><![CDATA[Sommerzeit - Reisezeit. Leise Zeit? Von wegen! Pandora hat sich gerade mit letzter Kraft aus den Fängen Lissabons gerettet. Ein raues Pflaster. Dislike auf der ganzen Linie.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sommerzeit &#8211; Reisezeit. Leise Zeit? Von wegen! Pandora hat sich gerade mit letzter Kraft aus den Fängen Lissabons gerettet. Ein raues Pflaster. Dislike auf der ganzen Linie.</p>
<p>Aber es kann nicht nur an der Tatsache liegen, dass wir bereits am ersten Abend um eine Handtasche und unseren Stolz erleichtert wurden, oder daran, dass in den Häfen mehr Dealer als Rosenverkäufer herumlaufen. In zwei Stunden wollten uns mitgezählte sechzehn Kleinkriminelle Dope jeglicher Geschwindigkeitsbeeinflussung verkaufen. Das war selbst mir zu viel.</p>
<p>Aber: Es ist auch die Sprache, die wie eine Mischung aus betrunkenem Spanisch, Tourette und einer Halsentzündung klingt. Und: Es sind die Menschen. Portugiesen sind im Schnitt nicht schön. Und es ist ein Fakt, dass man sich in einem Land mit sexy Locals wohler fühlt als in einem mit mieselsüchtigen Schrumpfköpfen.</p>
<p>Wir mögen attraktive Menschen. Es gibt Studien, die besagen, dass Kleinkinder bei hübschen Babysitterinnen weniger raunzen. Legt man die These aufs Reisverhalten um, sollte man beim Buchen zweimal nachdenken, was anturnt und was nicht, selbst wenn der Körper durch einen Ring an einen andern gekettet ist (im übertragenen wie im sadomasochistischen Sinne). Man wird ja noch schauen dürfen.</p>
<p>Männern empfehle ich demnach einen Abstecher (sic!) nach Brasilien oder in den Osten Eurasiens. In beiden Fällen sind die Mädels atemberaubend schön, die Brasilianerinnen allerdings bleiben es, währenddessen sich die Durchschnittsrussin nach der ersten Schwangerschaft in ihre eigene Mutter verwandelt. Da hilft die ganze Camouflage-Schminke nichts.</p>
<p>Sehr beeindruckt haben mich auch die Schwedinnen, die vielleicht nicht ganz so geil sind wie in eingängigen Filmchen geschildert, aber sehr groß, sehr blond und sehr trinkfreudig. Selbst den deutschen Frauen kann ich etwas abgewinnen, wäre da nicht diese eigenartige Sprache.</p>
<p>Abraten möchte ich von Trips nach Spanien und zwar nicht wegen der doch possierlichen Señoritas, sondern wegen der vielen Britinnen, die sich an den dortigen Playas in tiefrote, vom Sangria aufgeschwemmte Taschenkrebse verwandeln. Außerdem neigt die Britin, wie mir mein Freund M. erzählte, auch mal dazu, Flirtversuche dahingehend abzuwehren, in dem sie ihren Verehrer in den Schwitzkasten nehmen.</p>
<p>Asiatinnen fallen unter &#8220;Geschmäcker sind verschieden&#8221;. Ich aber zweifle das Selbstbewusstsein jener an, die auf kindliche Körper und Unterwürfigkeit stehen.</p>
<p>Meinen Geschlechtsgenossinnen möchte ich einen Trip ins ferne Australien an den Leib legen. Wieso? Hugh Jackman! Seine naturburschikosen Klone leben dort als Tankwarte, Surfer und Kneipenbesitzer. Sie sind kernig und kräftig und überaus zuvorkommend. Auch die Amis sind ganz okay, aber bitte schön nicht in den urbanen Zentren. Arizona, Nevada, ja bitte. Texas könnte zum Problem werden, dort ist öffentliches Blasen immer noch untersagt.</p>
<p>Dänen können auch ganz lecker sein, obwohl es mir persönlich im hohen Norden zu flachsblond ist.</p>
<p>In die Kategorie &#8220;Kann man mir nackt auf den Bauch binden&#8221; fallen Italiener (Ausnahme: junge Römer), die eingangs erwähnten Portugiesen und allen voran: Franzosen. Franzosen sind die Asiatinnen der Sex-Touristinnen. Immer wieder frage ich mich: Warum? Was ist an Mini-Pos, lockigen Augenbrauen und Arroganz bitte sexy? Und dann die Sprache. Voulez-vous? Danke, hab schon!</p>
<p>Spanisch, das ist die Sprache der Leidenschaft, vor allem, wenn sie In Mexico gesprochen wird. Absoluter Dosenöffner. Da sieht sogar ein Vollweib darüber hinweg, dass der Durchschnittsspanier oder Mexikaner aus ihrem Bauchnabel saufen kann. Im Stehen.</p>
<p>Die Karibik heb ich mir für meine Pension auf. Ich hoffe, geholfen zu haben. Fliegen Sie auch morgen mit Air Pandora.</p>
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		<title>Baby Got Back.</title>
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		<pubDate>Mon, 23 May 2011 14:44:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pandora Reithermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pandora Reithermann]]></category>

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		<description><![CDATA[Hatten wir mal was miteinander? Schon klar, dieser Satz kommt als Gesprächs-Kick Off nicht unbedingt damenhaft daher. Aber er ist äußerst zielführend und bricht jedes peinliche Schweigen. So geschehen auf der Geburtstagssause eines Freundes bei K., einem multi-muskulösen Fitnesstrainer mit goldenem Herzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hatten wir mal was miteinander? Schon klar, dieser Satz kommt als Gesprächs-Kick Off nicht unbedingt damenhaft daher. Aber er ist äußerst zielführend und bricht jedes peinliche Schweigen. So geschehen auf der Geburtstagssause eines Freundes bei K., einem multi-muskulösen Fitnesstrainer mit goldenem Herzen.</p>
<p>Der war mir beim letzten Mal in der Disse schon so bekannt vorgekommen. Mit fortschreitender alkoholbedingter Enthemmung stellte ich ihm also die Fragen aller Fragen – und er bejahte. Im Gegensatz zu mir konnte sich K. sogar erinnern, was wir vor über fünfzehn Jahren in der Wohnung meiner Eltern (sorry, Paps) getrieben hatten.  Nämlich nichts besonders Erbauliches, K. hatte sich deutlich zu früh gefreut, ich gar nicht.</p>
<p>Nun, wir waren jung – und: All das ist sowieso von meiner Festplatte gelöscht. Aber dieses Gesicht kam mir gleich bekannt vor, sein Penis war ja bedeckt – und ganz ehrlich, daran hätte ich ihn wahrscheinlich auch nicht erkannt. Ab einem gewissen Alter schauen Schwänze retrospektiv betrachtet alle gleich aus, bis auf die Ausreißer ins sehr Kleine oder Große.</p>
<p>Jedenfalls erzählte ich K., dass ich mich bei unserer zweiten ersten Begegnung noch nicht getraut hatte, mit ihm gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen, da er damals noch mit M. liiert war – und die hat, was mein Verhältnis zu ihren Ex-Männern betrifft (aus nachvollziehbaren Gründen), einen so genannten Pick auf mich. Aber jetzt &#8211; er solo und ich verheiratet – stand einem erbaulichen Forschungstrip in Vergangene nichts mehr im Wege.</p>
<p>Ich mag ja Ex-Lover lieber als Ex-Freunde. Es ist immer nett und sexy, sie wieder zu treffen, und wenn sie halbwegs ansehnlich sind, kann man auch noch vor versammelter Freundinnen-Meute auf sie deuten und mit stolzen Brüsten sagen: “Schaut, mit dem hatte ich mal was.“</p>
<p>Betritt ein Ex-Freund den Raum, kann es sein, dass ich mich hinter den erwähnten Freundinnen verstecke, um mich in Scham zu übergeben. (Ausnahmen: G. und N, liebe Grüße an dieser Stelle.)</p>
<p>Aber zurück zum knackigen K. Der fand mich scharf und findet mich immer noch scharf, und das wiederum führt mich zu einer merkwürdigen wie auch bemerkenswerten Sexualtheorie. Bodybuilder und Supersportler stehen auf faule Mädchen mit üppigen Hüften. Kein Scheiß. Schlag nach bei Schwarzenegger: Die steirische Eichel hat lange  Jahre sein laufbandgetrimmtes, körnerpickendes Eheweib mit der voll- aber naturbusigen Haushaltshilfe betrogen, die optisch nicht nur mich an Kult-Hure Domenica erinnert – und zwar in ihren späten, schweren Jahren. Und auch sein zweites Gspusi, die Stewardess Tammy, sieht aus wie von Botticelli gezeichnet und nicht von Weight Watchers. Oder Duane &#8220;Dog&#8221; Chapmam, der superharte TV-Bountyhunter. Er: Made of Steel. Seine Frau: Made of Marshmellows.</p>
<p>Und, wie bereits erwähnt: Auch ich durfte meine soft skills schon öfter an hard bodies ausüben. Fragt mich bitte nicht, warum das so ist. Aber: Ich find’s geil.</p>
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		<title>Love and Marriage</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Apr 2011 14:25:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pandora Reithermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pandora Reithermann]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal fehlen mir die Worte. Das letzte Mal, als ich sprachlos war, studierte ich gerade die Website von Veronica Moser. Fragt mich nicht, warum. Die Dame jedenfalls, eine resolute Ex-Sekretärin aus Wien, hat sich unter dem Namen Pornorella einen Namen gemacht und spielte in über 120 Filmen, von denen die Mehrzahl Koprohelie zum Thema haben. Ein ziemlich beschissenes Business.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal fehlen mir die Worte. Das letzte Mal, als ich sprachlos war, studierte ich gerade die Website von Veronica Moser. Fragt mich nicht, warum. Die Dame jedenfalls, eine resolute Ex-Sekretärin aus Wien, hat sich unter dem Namen Pornorella einen Namen gemacht und spielte in über 120 Filmen, von denen die Mehrzahl Koprohelie zum Thema haben. Ein ziemlich beschissenes Business.</p>
<p>Das zweite Mal, an dem ich nach Luft ringen musste, telefonierte ich gerade mit dem Verleger meines Buches. Ich weiß nicht, ob er es nur gut meinte oder doch von allen guten Geistern verlassen war, jedenfalls schlug er mir vor, einen Roman zu schreiben. Was an sich keine üble Idee ist, nur das Thema ließ mich schlucken. &#8220;Libidoverlust! Schreib doch, wie es ist, wenn man nicht mehr will!&#8221; Ich legte mit dem Versprechen auf, zumindest darüber nachzudenken.</p>
<p>Also, nur so zur Beruhigung, liebe Leser: Ich will noch, und ich kann noch. Rein theoretisch. Rein praktisch bin ich seit sechs Monaten verheiratet – und nichts, wirklich nichts ist mehr so wie früher. Mein Mann, einst ein Rocker und Rebell, hat Jeans und T-Shirt gegen den einen oder anderen Maßanzug getauscht und lässt dem Ruf der Natur freien Lauf. Er schuftet. Er ernährt. Er will ein Haus bauen. Gut, ab und an torkelt er immer noch frühmorgens schwer devastiert gegen die Haustüre, nur meistens sind irgendwelche durstige Investoren der Anlass und nicht ein Rapid-Match oder ein Motorhead-Konzert wie einst.</p>
<p>Und ich? Vergesse doch glatt, dass das gute Stück Arsch in meiner Hose auch anderen gefallen könnte. Unlängst bin ich vor der Damentoilette des &#8220;Motto am Fluss&#8221; von einem knackigen Tiroler angequatscht worden, erst nach geschlagenen 30 Minuten ließ ich mich von meinen Freundinnen überzeugen, dass der Herr mir ans Höschen und nicht an die Geldbörse wollte.</p>
<p>Und zuhause? Was soll ich sagen – angesichts eines Lebens auf der Überholspur bremst man sich lieber gemeinsam am Sofa ein. Nichts ist verführerischer, als sich der Sogkraft der Gemütlichkeit hinzugeben. Das Liebesspielzeug setzt Staub an, die Spitzenslips sind den Dreier-Packungen vom HasiMausi gewichen. Vielleicht wäre das anders, wenn ich den ganzen lieben Tag Zeit hätte, mir Anti-Cellulite-Creme auf die Schenkel zu schmieren und im LaPerla-Katalog zu schmökern, während andere die niederen Dienste des Alltags verrichten. Aber üblicherweise schlage ich nur wenige Minuten vor meinem Herzallerliebsten zuhause auf, abgehetzt, hungrig und hauptsächlich nicht willens, die Sex-Bestie vorzugaukeln.</p>
<p>Aber Libidoverlust? Das geht zu weit, Herr Verleger! Jahrelang sind ich und der Herr Gatte (getrennt voneinander) durch die Betten gehüpft, haben uns verrenkt, gestresst und uns für eine gute Nummer auch schon mal verraten. Wir hatten Zweier, Dreier, Vierer, Orgien und manchmal waren wir beim Sex sogar bewusstlos. Wir haben Pornos geguckt, es in Flugzeugtoiletten getrieben und Klamotten angezogen, die uns nicht geschmeichelt haben.</p>
<p>Jetzt sind wir verheiratet. Wir können, müssen aber nicht. Also, Herr Verleger: Die Hose ist nicht tot. Sie ist einfach nur ein wenig gefälliger geschnitten.</p>
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		<title>Zahlen, bitte!</title>
		<link>http://isatrends.at/friends/pandora-reithermann/18866/zahlen-bitte/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 13:47:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pandora Reithermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pandora Reithermann]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist mir durchaus bewusst, dass der Opernball nicht mehr Talk of Town ist. Aber diese Diskussion, ob es okay ist, Nutten zum Staatsgehopse einzuladen, erzürnt mich nachhaltig. Sie wissen schon: Ruby, Lugner und die Ball-Mutter.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist mir durchaus bewusst, dass der Opernball nicht mehr Talk of Town ist. Aber diese Diskussion, ob es okay ist, Nutten zum Staatsgehopse einzuladen, erzürnt mich nachhaltig. Sie wissen schon: Ruby, Lugner und die Ball-Mutter.</p>
<p>Ich meine: Geht’s noch? Mir ist eine Prostituierte, die ihr Geld ehrlich verdient und dafür so einiges auf und in sich nimmt, am Arsch lieber als eine Vorstadttussi, die für Porsche und Perlohrringe heiratet. Sie wissen schon: Jene nach außen biederen Damen, die erst die Beine breit machen, um<br />
diese dann hoch zu legen – und dem Göttergatten im Falle einer Scheidung eiskalt das Weiße aus den Augen nehmen. Warum auch nicht, wenn keine echte Liebe im Spiel war. Auf diesen Schlag Frau darf die Gesellschaft offiziell stolz sein – und mit Bonmots wie &#8220;Nimm&#8217;s ihm nicht übel – nimm ihm alles&#8221; (Copyright: Ivana Trump) um sich werfen.</p>
<p>Klar, dass Männer ausgewiesene Hornochsen sein können. Aber was kann eine Nutte dafür, wenn Herz und Laken in der Villa am See erkaltet sind? Ganz generell möchte ich eine Lanze für diese Berufsgruppe brechen: Sie werden gefürchtet, bewundert, verfolgt, verurteilt, auf ein Podest gestellt,  angegeifert – und üben doch bloß das berühmte älteste Gewerbe der Welt aus. Keine Frau, die sich noch nie heimlich vorgestellt hat, wie es wäre, für Selbstverständlichkeiten zu kassieren, kein Mann, der die Vorstellung von käuflichem Sex nicht anregend findet. Um die eigene Phantasie (oder auch mehr) an ihnen abzuschmirgeln, dafür reicht&#8217;s. Aber – huch – man stelle sich vor, die Dame<br />
mag das Rotlicht mal gerne gegen Blitzlichtgewitter eintauschen. Geht ja gar nicht.</p>
<p>Ich bin jetzt kein ausgewiesener Fan von Baumeister Lugner, aber als er in die Kamera grinste und meinte, dass am Opernball genügend mehr oder weniger offizielle Nutten durch die Logen huschen, musste ich schmunzeln.</p>
<p>Danke dafür, Mörtel und auch für diese bildhübsche Ruby-Tante, deren Appetitlichkeit sicherlich so manche Perlohrring-Trägerin gelbgrün anlaufen ließ. Es ist relativ Banane, ob die italienische Herzensbrecherin tatsächlich den Sack des alten Sacks Berlusconi schaukeln musste, es geht ums Prinzip: Huren haben es nicht einfach. Das ist ein Job mit Risiko. Die Mädels auf der Straße werden an schlechten Tagen abgefackelt, die im Nobelbordell verlieren nicht selten ihre Seele an die Nacht. </p>
<p>Ich kenne viele von ihnen – und ich mag sie fast alle. Mit ihnen kann ich offen reden, ohne mich durch eine Mauer von Scheinheiligkeit hämmern zu müssen. Das Herz sitzt bei ihnen – bis auf wenige Ausnahmen – am rechten Fleck, und es ist groß und saftig und sieht nicht aus wie eine Gießhübler Dörrpflaume. Sie ertragen es, den Sündenbock für alles zu spielen – und gleichzeitig vergöttert zu werden, als universelle Wixvorlage.</p>
<p>Pandora sagt: Es ist nur ein Job. Einer wie viele. Geld gegen Leistung. Vielleicht sollte man mal jene aussperren, die nichts leisten, weder in der Senkrechten noch in der Waagrechten. Howdie, Bitches!</p>
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		<title>Family Business</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Feb 2011 14:46:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pandora Reithermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pandora Reithermann]]></category>

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		<description><![CDATA[Verschwitzte, dicke Deutsche (in Ausnahmefällen auch Engländer oder Holländer, die Ösis nicht zu vergessen), die käuflichen Thai-Mädels (welche höchstwahrscheinlich ganze Familien ernähren) an ihre XS-Slips langen. So ein Urlaub hat seine optischen und emotionellen Tücken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verschwitzte, dicke Deutsche (in Ausnahmefällen auch Engländer oder Holländer, die Ösis nicht zu vergessen), die käuflichen Thai-Mädels (welche höchstwahrscheinlich ganze Familien ernähren) an ihre XS-Slips langen. So ein Urlaub hat seine optischen und emotionellen Tücken. Ablenkung ist immer willkommen, und da man sich mit Reisebegleitern nicht ewig darüber unterhalten kann, wie oft die Tom Ka Gai-Suppe tatsächlich brennt, schweift die Unterhaltung manchmal auch ins Sexuelle ab.</p>
<p>Bei dem einem Glas Samsong (Thai Whiskey oder Rum, man ist sich da nicht so sicher) erörterten E. und ich unsere Vorleben und Vorlieben, unsere uns Zugemuteten hatten das Weite gesucht, um im Idealfall mehr Samsong zu besorgen. Lang dauerte es nicht, schon hatten das Fräulein und ich mindestens einen gemeinsamen Nenner gefunden.</p>
<p>Im Wienerischen gibt es für das Phänomen, das beschreibt, wie zwei Menschen Geschlechtsverkehr mit der gleichen Person hatten, garstige Wörter. &#8220;Lochschwestern&#8221; ist das eine, &#8220;Futschwager&#8221; (wuaaaah!) das andere. Man kann auch &#8220;Lochschwager&#8221; dazu sagen, und wenn man diesen Begriff googlet, kommt man wiederum zu einem Artikel mit dem klangvollen Titel &#8220;Oliver Pocher und Boris Becker sind jetzt offiziell Lochschwager&#8221;. Sie wissen schon, weil beide diese ewige grantelnde Sandy oder Alessandra oder wie auch immer sie heißen mag, gepoppt haben.</p>
<p>Aber zurück zu mir und E., die im fernen Thailand unter dem Bambusdach der Hotellobby saßen, währen dicke Regentropfen unser Drinks wässerten (das Dach war undicht). Wir meditierten über Schwanzgrößen, also rein thematisch. Ich gab meine beliebte Geschichte vom berühmten zweiten Mal zum Besten – als ich knapp nach meiner Defloration meinen ersten Permanent-Lover kennen lernte, der so beschaffen war, dass Sex sich stets wie eine Magenintubation/Darmspiegelung anfühlte. Von wegen &#8220;Pain is so close to pleasure&#8221; oder &#8220;No pain, no gain&#8221;.</p>
<p>Richtig lustig wurde es aber erst, als ich den Namen von Mr. Big erwähnte, der rein zufällig wie ein berühmter russischer Komponist heißt. &#8220;Ahhhh, den kenn ich, der ist fesch!&#8221;, kreischte E., und ich ließ sie kreischen, denn wirklich fesch hatte ich ihn nicht in Erinnerung, und das passive Kompliment tat mir gut. Pause. Samsong-Schlückchen. &#8220;Und du hast recht, er war riesig!&#8221; Großes gehirnbefreites Gekichere, spontane Umarmung. E. und ich waren auf einmal gleich doppelte Lochschwägerinnen (es muss dafür ein schöneres Wort geben, falls ja, lassen Sie mich es wissen), denn immerhin hatten wir uns ja über W. kennen gelernt, den sie längere Zeit ihr eigen nannte, ich ihn immerhin hin und wieder. Hurrah. Wir ergingen uns also in Details, bis die uns Zugemuteten von ihrer Mission zurückkehrten und komische Gesichter schnitten – also eigentlich grimassierte nur E.&#8217;s Holder, mein Gatte kennt mein promiskuitives Vorleben und schätzt es aus vielerlei Gründen. (Oder es ist<br />
ihm einfach scheißegal.)</p>
<p>Was den Rest der Männerwelt betrifft: Auch im 21. Jahrhundert reagiert der Durchschnittstestoroni verhalten, so seine Liebste mehr als 3 ½ Kerben in ihrem Bettpfosten unterm Kissen versteckt. Die Unterhaltung drehte sich also in eine softpornographische Richtung: wen die beiden Mannsbilder schon gemeinsam geknallt hatten. Auch nacheinander, aber in weitaus geringeren Abständen als ich und E. Hinfort war die detailversessene Zärtlichkeit, mit der wir Mädels Erfahrungen ausgetauscht hatten. Gegröhle. Schenkelgeklopfe, Samsong-Schlückchen. Ich fingerte eine Zigarette aus der enorm Anti-Tschik gebrandeten Schachtel (Raucherlunge, Zungenkrebs, Gebiss, das aus gelben Zahnstümpfen besteht, künstlich beatmeter Menschen mit Schläuchen im Körper, etc.), setzte mein bestes Mae-West-Gesicht auf, ließ mir die Dame beschreiben: &#8220;Nun, dann sind wir jetzt wohl alle verwandt!&#8221;. Pause. Samsong-Schlückchen. Themenwechsel.</p>
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		<title>Pandoras Plauderstunde</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Dec 2010 08:34:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pandora Reithermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pandora Reithermann]]></category>

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		<description><![CDATA[Das war der erste Erotik Talk mit Frau Reithermann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a rel="nofollow" href="http://isatrends.at/wp-content/uploads/2010/12/sendung.jpg" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-13862" title="sendung" src="http://isatrends.at/wp-content/uploads/2010/12/sendung.jpg" alt="sendung" width="491" height="328" /></a></p>
<p>Am 6. Dezember ab 23.00 live aus dem Funpalast (ja, das ist ein Luxuspuff! So what?) startete der 88.6 Erotik Talk mit der neuen Moderatorin Janina Lebiszczak aka Pandora und frischen, frechen Gästen durch.</p>
<p>Unter anderem waren im VIP-Room des Saunaclub (fantastische Aussicht auf Männer-Pos!)</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="nofollow" href="http://isatrends.at/wp-content/uploads/2010/12/sarkissova.jpg" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-13863" title="sarkissova" src="http://isatrends.at/wp-content/uploads/2010/12/sarkissova.jpg" alt="sarkissova" width="328" height="491" /></a></p>
<p>Karina Sarkissova  &#8211; Staatsopern-Ballerina, die durch heiße Fotos (&#8220;Wiener&#8221;, &#8220;Penthouse&#8221;) ihres begnadeten Körpers für öffentliche Erregung sorgte. Eine Schnittestelle zwischen Hoch- und Popkultur. Mit ihr sprach ich über das Thema Oversexed and underfucked. Resultat: Wenn uns die Gesellschaft permanent Sex befiehlt, verweigern wir. Denn: Nichts langweiliger als ein Befehl.</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="nofollow" href="http://isatrends.at/wp-content/uploads/2010/12/gruppe.jpg" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-13864" title="gruppe" src="http://isatrends.at/wp-content/uploads/2010/12/gruppe.jpg" alt="gruppe" width="491" height="328" /></a></p>
<p>Thomas Glavinic  &#8211; der Popstar unter Österreichs Literaturheros schreibt gerne über die dunklen Seiten der Menschen. Er zerbrach sich den klugen Kopf über dem Begriff &#8220;Starfucking&#8221;: Groupies, Stalker, Höschenwerfer, warum wollen wir der Prominenz so dringend an die Wäsche? Unser Ergebnis: Frauen begehren Alphatiere, Männer bevorzugen Optik. Egal ob Name or No-Name.</p>
<p>Nächster Termin: 6.1.</p>
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		<title>Go East</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Nov 2010 09:55:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pandora Reithermann]]></category>
		<category><![CDATA[Pandora]]></category>

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		<description><![CDATA[Da da da: Pandora denkt über den Sexappeal von Ost-Frauen nach. Sie darf das – immerhin  besteht ihr Blut auch aus einem Drittel Wodka.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da da da: Pandora denkt über den Sexappeal von Ost-Frauen nach. Sie darf das – immerhin  besteht ihr Blut auch aus einem Drittel Wodka.</p>
<p>Wie manche wissen, heiße ich nicht wirklich Pandora Reithermann. Mein wahrer Name klingt vorne schön und hinten wie eine Halskrankheit. Oder wie etwas, das einem das Porzellan aus den Zähnen fetzt. Trotzdem war er mir immer ein guter Freund, obwohl &#8211; ich muss konkretisieren: Erst ab dem Zeitpunkt, an dem ich die Vorteile der Unaussprechlichkeit zu nutzen wusste. Als ich noch die Schulbank drückte, war ich immer bloß ein Vorname. Keine Lehrkraft weit und breit, die sich über die vielen Zs traute.</p>
<p>Das Licht ging mir erst viel später auf, als ich mit einer Internetbekannschaft flirtete. &#8220;Kommst Du aus der Ukraine?&#8221;, fragte der Mann im Chat, und man konnte förmlich hören, wie der Sabber auf die Tastatur tropfte. Ich antwortete mit &#8220;Da&#8221;, obwohl ich wie bereits erwähnt, wohlbehütet im Bezirk der Perlohrringe erblühte und die einzige Affinität zu meiner Ost-Verwandtschaft darin besteht, dass ich sehr viel Wodka vertrage. Trotzdem war der Internet-Kerl ganz angetan &#8211; als würde ein Hatschek für ihn sexuelle Allmacht signalisieren.</p>
<p>Ich ging mit diesem Wissen in die weite Welt hinaus und kann bestätigen: Der Schmäh &#8220;Ich komme aus der Ukraine&#8221; ging immer auf. Dummerweise spreche ich kein Wort russisch, auch kein Ukrainisch, aber das kleine, simple &#8220;Da&#8221;, es reichte aus.</p>
<p>Heute möchte ich also darüber nachdenken, was genau so geil an den Frauen aus kalten, kargen Ländern ist. Ihnen wird Schönheit, Mut zur Präsentation und Dauerbrunft nachgesagt. Das mit der Schönheit mag wahr sein. Ich habe mal in einem polnischen Kaff mehr potentielle Supermodels gesehen als in manchen TV-Sendungen. Der Mut zur Weiblichkeit, sprich ziemlich ordinären Fetzen, hohen Hacken und Make-up, so grell, dass es Flugzeuge gen Boden lotsen könnte &#8211; hat angeblich seine Gründe. Ich habe ein Interview mit Wladimir Kaminer gelesen, den Schöpfer der &#8220;Russendisko&#8221;. Der meint, dass in Russland die Leute offener sind. Die Mädchen lächeln, tragen alle sehr kurze Röcke, die Mode ist ein bisschen nuttig, aber das muss nicht heißen, dass die Trägerinnen Nutten sind. Aber das Styling erfüllt auch einen anderen Zweck. Angeblich herrscht in Russland Männerarmut, Frau muss neugierige Blicke effektiv nutzen. Und noch was gab Herr Kaminer von sich: &#8220;Männer auf der ganzen Welt beschweren sich über alles. Die russischen Frauen hingegen sind zärtlich und hilfsbereit. Sie beschweren sich nie.&#8221;</p>
<p>Da haben wir den Salat. Leidensfähigkeit heißt das Stichwort &#8211; und diese wird regelmäßig in einer TV-Sendung namens &#8220;Das Geschäft mit der Liebe&#8221; strapaziert. Da suchen drei von Mutter Natur nicht begünstigte Mannsbilder im Osten nach Akzeptanz. Ihre zur Viehbeschau gekarrten Zukünftigen sind durch die Bank hübsch, aber nur die Käuflichen unter ihnen sind tatsächlich bereit, sich von diesem Auswurf befummeln zu lassen. Womit wir bei einem springenden Punkt wären: Viele Männer verstehen unter Entwicklungshilfe eine Investition in den Puff. Ich meine: Es ist der Akzent, der den Freiern (egal ob im Sauna- oder im Countryclub) das Börsel weitet. &#8220;Du machst mich ganz Karussell im Kopf&#8221; oder &#8220;Zahlst Du mich noch einen Cocktail?&#8221; sind Klassiker und von einer gewissen Erotik, so primitiv sie auch sein mag. (Wobei man nicht vergessen darf: Wahre Erotik ist primitiv)</p>
<p>Wir sind also beim Stichwort Dauerbrunft angelangt. Ich denke nicht, dass wir Angst haben müssen, dass uns die heißen, hilfsbereiten Girls aus dem Osten die Männer wegvögeln. Dass Männer ins Puff gehen, hat andere Gründe als den Akzent oder die heiße Wäsche. Und geheiratet wird soundso nicht im Sinne der Geografie. Also keine Angst, liebe Österreicherinnen. Vielleicht habt ihr es einfach nicht nötig, mit Reizen zu reizen. Aber nehmt es jenen nicht übel, die es müssen. Weil der Daddy nicht reich, weil ein Studium nicht drinnen war. Und falls das alles nicht reicht, empfehle ich Sex mit einem Russen. Dann reden wir weiter.</p>
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