Langeweile am Lido vor den Filmfestspielen von Venedig
Ich glaube, seit 30 Jahren fahre ich nun zu den Filmfestspielen von Venedig. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern ob es 1980 oder 81 war. Zu meinem 30jährigen Jubiläum musste ich diesmal auch fliegen, weil mein neues Auto erst im Oktober geliefert wird. Und so war schon der Tag vor der Abreise eine Tortur. Was lasse ich da, was nehme ich mit damit der Koffer nicht zu schwer wird. Die Fototasche hat eh schon 13,7 Kilo und die Umhängetasche habe ich gar nicht mehr gewogen. Passt – etwas über 21 Kilo habe ich abgewogen. Fast kein Gewand hauptsächlich Equipment, was man halt bei so einem Filmfestival brauchen kann. Am Flughafen wenn Sie es durchleuchten werden wohl alle Alarmglocken läuten bei soviel Elektronik. Vorher musste ich aber noch einiges raus räumen, weil mir mein 3jähriger Sohn einige Sachen reingelegt hat, die er für wichtig befunden hat für so eine Reise. Ein Jojo, ein Spielzeugauto, Flummis, Schachterln und ein paar Pistazien.
Samstag Abend am Flughafen beim Gepäck abgeben musste ich nach einigen Diskussionen einiges aus meinen Koffer ausräumen. Der AUA-Mensch am Schalter meinte, 20 Kilo ist Freigepäck, und mein Koffer wiegt 23,4 Kilo. So räumte ich ein paar Akkupacks und Blitzgeräte aus, damit er zufrieden war.
Ich hatte mir noch vorher gedacht, oje der hat einen schlechten Tag, als er zwei Mädls vor mir auch den Koffer leeren ließ. Rundherum bei den anderen zig Schaltern hatte anscheinend 15 Minuten (so lange war die Anstellzeit) keiner Übergepäck. Seltsam.
Auf die Frage ob das eine Schikane für RedTicket Besitzer ist, meinte er, nein, auch Businesskunden dürfen nicht mehr, mehr als 20 Kilo mitnehmen! Ich dachte: „Das schau ich mir an, aber was soll´s nur nicht aufregen, und er soll seine 5 Sekunden „Wichtig sein“ haben“.

Der Regenhimmel über Venedig
In Venedig angekommen, war alles nass, es dürfte geregnet haben. Der Regen ist dann auch bei der Bootsüberfahrt zurückgekommen. Der Lido naht, und die große Leuchtschrift „Campari“ gibt’s auch nicht mehr. Wenn man das gesehen hat, war das immer so ein „Ah, jetzt bin ich da“-Effekt.
Am Lido schnell in den Bus und halt dort das Ticket kaufen. Na uff, statt 1,10 kostet es im Bus EUR 1,80. Auch wurscht nur ins Hotel. Aber der Bus fährt in die andere Richtung!!! Ich wundere mich und warte einmal einige Stationen ab. Als mir das zu unheimlich wird, frage ich den Busfahrer. Der meint, ist schon richtig. So warte ich bis wir wieder dort sind wo ich eingestiegen bin. Dann steht der Bus 10 Minuten und fährt endlich in die richtige Richtung und nach 4 Stationen bin ich da.
Am nächsten Tag mache ich meine jährliche Runde um zu schauen wo was ist, Tickets besorgen u.s.w.
Ich kaufe gleich einmal 20 Bustickets, da ich sicher oft zwischen Hotel Excelsior und Hotel Des Bains hin und her fahren muss. Denn in diesen beiden Hotels wohnen die meisten Stars und geben dort auch ihre Interviews. Weiter zum Palazzo del Cinema dort wird fleißig aufgebaut.

Schöne Aussichten!
Der nächste Schreck: wo letztes Jahr noch vor dem Casino ein Kino aufgebaut war, ist eine Baustelle.
Seit Jahrzehnten wird ja darüber diskutiert den alten Palazzo del Cinema zu entsorgen, da er unter Mussolini gebaut wurde. Voriges Jahr haben die Bauarbeiten zum neuen Palazzo begonnen. Ein Projekt, das etwas schwer zu beschreiben ist. Neben das Casino kommt ein Kino, das mit dem alten umgebauten Palazzo verbunden ist. Oder so ähnlich. Ich vermute, die Italiener wissen das selber nicht so genau. Und so war eben letztes Jahr der halbe Platz neben und vor dem Casino Baustelle und daneben dieses Kino, das nun auch nicht mehr da ist. Nur sieht heute die Baustelle im Gesamten so aus wie letztes Jahr. Also wenn die so weiter machen werden sie 2011 nicht fertig sondern eher 2111.

...angeblich in 2 Jahren fertig...
Egal, ich kann´s nicht ändern. Im Excelsior ist der Boden der schönen Terrasse momentan nur mit Zement übergossen. Da wird wohl auch renoviert, aber viel ist eh nicht zu sehen, da alles mit Zelten und Hütten von Sponsoren oder sonstigen Firmen verbaut wird. Sogar der Swimmingpool ist nicht mehr zu gebrauchen, da steht ein Zelt drüber.
Naja, wenn ich hier Gast wäre und 1000ende Euros zahle, würde ich mich schön freuen – so ganz ohne Pool.
Wie schön war´s hier einmal. Also weiter zum geliebten Hotel Des Bains. Ein wirklich schönes und geschichtsträchtiges Hotel. Hier hat Luchino Visconti „Tod in Venedig“ gedreht. Upps. Das Hotel ist zu, wird gerade renoviert. Muss ich wohl des Öfteren nur zum Spaß Bus fahren um meine bereits gekauften Tickets aufzubrauchen.
Zumindest ist eines unverändert geblieben. Mein persönlicher Geheimtipp gleich bei der Anlegestelle St. Elisabetha gibt es ein Hotel mit Bar und dort gibt’s eine große Auswahl und vor allem gute Tramezzini zu einen günstigen Preis. Im Schnitt verlangt man am Lido zw. 2 und 3,50 Euro, dort kostet jedes 1,40.

Billig-Gourmet
Und sollte jemand demnächst nach Venedig fahren, würde ich empfehlen sich einen eigen Baum fürs pipi- gehen mitnehmen. Das ist wohl billiger. Siehe Foto!

inflationärer Klobesuch
So gehe ich halt zum Billa – ja den gibt’s hier auch – und decke mich mit Salami, Prosciutto, Käse und sonstigem Zeug ein und fahr wieder ins Hotel. Ich glaube, nun habe ich einen Kilo mehr.
Heute bin ich vormittags gleich ins Excelsior gegangen. Vielleicht ist ja doch schon wer angereist und wenn nicht, dann setze ich mich ein wenig an den Strand. Nur daraus ist auch nichts geworden.

nix als Engerln
Einzig Elisabeth Sereda und Gabi Flossmann mit Ihrem ORF Team sind angekommen. Und es schüttet und donnert und schüttet…
Ich hoffe dass es bis zum 1. September, wenn die 67. Mostra del Cinema los geht, etwas Berichtenswertes gibt. Bis dann..!

PS: Am späten Nachmittag – nach 3 Stunden warten -ist die erste Ankunft gewesen. Isabella Ragonese. Noch nie gehört, aber sie ist die „Madre“ des Festivals und wird den Eröffnungsabend moderieren. Ich hatte den Eindruck, dass unter der Handvoll anwesenden italienischen Fotografen auch nicht viele waren, die sie kannten….

Isabella Ragonese...nie gehört...

Wegweiser am Lido
alle Fotos Copyright: Starpix / Alexander Tuma*

Die Cangianos mischen die Modeszene ganz schön auf. Auch Wien ist nach ihrem Geschmack.
piano, kollegen – soll heißen: beruhigt euch alle mal wieder. arschlöcher gibts überall. unter den passagieren UND dem flugpersonal. ich hasse fliegen inzwischen mit einer inbrunst. besonders innerhalb der USA. meine mutter war mal – damals nannte man es noch – stewardess. sie hat immer gesagt, sie ist nichts als eine serviertussi in der luft. soviel zum glamour dieses jobs.
@Guido: Ich bin immer höflich!!!! Mein Kind spuckt keinen Orangensaft durch die Gegend!!!! Und trotzdem hab’ ich kein Sandwich gekriegt. Und warum nicht? Warum nicht? Weil die KLM-Flugtante eine blöde Ziege war. Das hat pauschal nichts mit dem Beruf des Flugbegleiters zu tun. Es gibt eben da wie dort Ziegen. Ich fliege anscheinend immer dann, wenn die Ziegen Dienst haben.
ich hab ja in meinem anderen leben als aua flugbegleiterin ganz viele belobigungen bekommen
, aber noch mehr beschwerden. keine ahnung warum….
griff, nicht groff. keine ahnung, was ein groff ist …
meine exfrau war flugbegleiterin, meine schwester war flugbegleiterin, in meinem bekanntenkreis sind 5 piloten und viele flugbegleiterinnen, daher kenn ich natürlich eher die andere seite.
ich persönlich fliege wahnsinnig ungern (weil panische flugangst), aber beruflich und privat trotzdem sehr viel. ich habe noch NIE ein negatives erlebnis mit flugbeleiterin gehabt. ganz im gegenteil: ich habe die erfahrung gemacht, wenn man höflich und mit verständnis für ihre arbeitssituation mit ihnen umgeht, kriegt man fast alles. in der air new zealand hat ein schwuler flubgeleiter mich und meine freundin mit soviel alk und essen aus der first versorgt, dass wir kaum noch stehen konnten. einfach, weil wir höflich zu ihm waren, im unterschied zu anderen passagieren.
die sind es nämlich auch, die mir das fliegen verleiden. rücksichtslose deppen, die zb mit riesigen schrankkoffern als “handgepäck” einreiten und die overheads verstopfen. die laut sind und unhöflich, herumlamentieren und querulieren oder mir ständig in den rücken boxen. oder die ihre unerzogenen kinder nicht im groff haben und es lustig finden, wenn die mir orangensaft drüberschütten. oder die besoffen die stewardessen anbaggern und dann ungut werden, wenn die nicht mitspielen. oder die ganz wichtigen, die auch während des starts ihre handys und laptops nicht abdrehen wollen. alles schon erlebt, oft.
am allerärgsten find ich all die idioten, die, kaum ist der flieger am boden, sich abschnallen, die overheads aufreißen und sich in den gang stellen. erstens ist das verboten, zweitens hefährlich und drittens einfach pfostendumm. man kommt deshalb um keine sekunde früher raus, man steht nur blöd rum.
wenn ich etwas von der anderen seite unsinnig finde, dann diesen verfolgungs- und sicherheitswahn. ich hab selber erlebt, wie eine mutter ihre eigene muttermilch verkosten musste. ich bin überzeugt davon, dass die paranoia die viel realere gefahr ist als ein terroranschlag. deshalb heißt der terror ja terror – also “angst”.
Ich habe zum Thema Fliegen (mit KLM) auch ein Gustostückerl: Beim Rückflug Amsterdam-Wien (Abflug 18 Uhr) wurden Goldfischli kredenzt, etwa 15 Fischli pro Gast. Feli hatte Riesenhunger. Ich zur Stewardess: “Entschuldigung, könnten wir vielleicht ein Sandwich kaufen.” Ich hatte durch ein Loch im Business-Class-Vorhang erspäht, dass die Erstklassler Sandwich kriegten. Stewardess: “Nein, sowas haben wir nicht.” Ich deutete erst auf den Vorhang, dann auf das Kind, das sich alle 15 Fischli auf einmal in den Mund gesteckt hatte. Die Stewardess zuckte mit den Achseln, was soviel hieß wie: “Dein hungriges Kind ist mir sch…egal.” Beim Aussteigen hab’ ich sie dann gesehen: Die Sandwiches, die es angeblich nicht gab. Es war nicht eines, es waren mindestens zehn!
Verstehe. Bin normal da auch recht kulant nur in letzter Zeit geschehen auf und rund um Flüge immer seltsamere Sachen, dass ich bereits etwas empfindlich auf solche Schikanen (stell ich einmal in den Raum) bin.
Beim letzten Flug wollte mir jemand bei der Infoline erklären es kann sehrwohl sein das mein 3 Jähriger Sohn auf einen Platz wo anders sitzt alleine. Das habe ich sogar schriftlich dann noch bekommen.. Als ich nachgefragt habe ob man Plätze nebeneinander reservieren kann. Und dann im Flieger haben sich auch einige Sachen abgespielt die hier zu lange auszuführen wären. Hauptsache beim Flyniki habens einen halbbesoffenen noch alle Whiskeysorten aufgezählt die sie haben und dafür vergessen dem kleinen was zum trinken zu geben und zum essen. Und dann habens mich noch angeschnautz als ich nach einen Gurt für den Kleinen gefragt habe “Das gibts nur wenn sie einen Sitz bezahlt haben”. Ich habe natürlich einen Bezahlt. Ich warte heute noch auf die Dame. Eine ander Dame des Personals im Flieger hat dann gemeint da gibts gar keinen anderen Gurt, nachdem sie vorher gesagt hat sie holt einen…. ja und so ist es weiter gegenagen. Vielleicht verstehtst nun meine Reaktion und das war aber noch nicht alles…..
ja, sorry. ich bin aufgrund verwandtschaftlicher und bekanntschaftlicher verhältnisse – und aufgrund persönlicher erfahrungen – reflexartig immer auf seiten des flug(hafen)personals.
Hallo Guido
Wie meine Fra
Ich weiss Du musst immer irgendwas dagegen finden, sonst wäre ja das Forum fad.
Meine Frau hat es schon gepostet. Ich hatte das RedTicket und der Typ hat damit angefangen über das B.Ticket zu reden. Und sämmtlich anderen Schalter wo zig Touristen und Reisende waren hat anscheinend keiner Übergepäck. Egal so ahtte ich halt knapp 18 Kilo Handgepäck. Und neben mir wäre ein ungefähr 170 Kilo Mensch gesessen den haben sie sogar eine eigene leere Reihe angeboten. Zum selben Preis. Da frag ich mich 90 Kilo mehr am Sessel oder 3,4 Kilo im Koffer???
Schlecht gelesen. Alexander hatte ein RedTicket und das ist vom business-Ticket meilenweit entfernt. Und Extrawürschtln will auch keiner, aber vielleicht ein kundenfreundliches “mal ein Auge zudrücken”?
ich versteh nicht, warum du dich aufregst. du kennst die regeln, hältst dich nicht dran, und bist empört, dass man dich damit nicht davonkommen lässt. und dass du dann noch auf dein business-ticket verweist, finde ich komisch. ich geb dem mann am check-in vollkommen recht. warum solls extrawürschtln geben?