Hilfe, mein Festivalpass ist weg!

Gut war der erste Tag verlaufen. Ich hatte eigentlich alles vor der Linse, was gerade Wichtiges am Lido herumläuft. Sogar einige Fotos, die sonst kein anderer Fotograf hat. Auch einige nette Bilder von Jessica Alba und Robert Rodriguez, die am Lido spazieren, und den Filmbösewicht par excellence, Danny Trejo, habe ich gleich einmal mit zwei Carabinieri abgelichtet, was ihn sichtlich freute. Und die Polizisten waren auch happy. Und was ich sonst wirklich nur mit besonderen Lieblingen mache: ich habe mich auch mit Danny fotografieren lassen.

Ein Bösewicht mit Italo-Cops

Ein Bösewicht mit Italo-Cops

Rodriguez und Alba ganz gemütlich

Rodriguez und Alba ganz gemütlich

Dann begegnete ich Vincent Cassel, von dem ich immer annahm, dass er sicherlich kein freundlicher Mensch ist. Aber ich wurde eines Besseren belehrt, denn ich war regelrecht entzückt wie sympathisch und freundlich der Kerl ist – auch wenn er nichts von der eleganten Schönheit seines Vaters hat.
Natalie Portman hatte auch an diesen Tag, wie halt immer ihr Problem mit Fotos und huschte schnell mit einem kurzen Blick ins Boot und dann auch kurz danach beim Casino das selbe. Obwohl uns versprochen wurde, dass wir gscheite Bilder bekommen. Da zahlte sich das Laufen mit der 13 Kilo Ausrüstung nicht wirklich aus.

Der scheue Schwan

Der scheue Schwan

Dann begegnete ich dem mehrfachen Oscar Preisträger Danny Elfman, der auch sehr nett war. Er ist als Filmkomponist verantwortlich für die Musik zu den meisten Tim Burton- Filmen und seine Liste an Kompositionen ist lang.

Danny Elfman mit Tochter

Danny Elfman mit Tochter

Die Premiere zu „Black Swan“ und gleichzeitig Eröffnung der Festspiele war wie immer für italienische Verhältnisse recht nett.

Natalie Portman und Vincent Cassel mit Regisseur Darren Aronofsky

Natalie Portman - in Rodarte - und Vincent Cassel mit Regisseur Darren Aronofsky

Danach sendete ich im Hotel Excelsior meine Bilder, wo ich sozusagen mein Büro habe. Irgendwo, wo halt in der Lobby gerade was frei ist. Bis ein freundlicher Herr kam und mir seine Dienstmarke zeigte und meinte, ich muss jetzt zu einem abgesperrten Bereich weil der Präsident kommt. Ich folgte der Anordnung und machte Bilder von Presidente Napolitano. Eigentlich hätte ich seinen Personenschutz fotografieren müssen. Ich glaube, es waren mehr als 15 Leute, ohne die vielen uniformierten Polizisten.
Da lobe ich mir unseren Präsidenten Heinz Fischer, der da volksnaher ist. Wobei Präsident Napolitano – wenn man eine Lücke gefunden hat – sogar Autogramme schrieb oder ein kurzes Wort wechselte. Ich glaube der hat sogar einen eigenen Arzt mit, denn da war auch einer mit so einen typischen großen Arztkoffer mit dabei. Ich denke nicht, dass in der großen Kiste ein Waffenarsenal war.
Dann hatte ich das Glück noch zur der begehrten Eröffnungsparty gehen zu können mit 5 anderen italienischen Fotografen. Ja, nach 30 Jahren Venedig Filmfestival weiß man wie das geht.
Bei der Party im Sala Stucchi, wo einst Robert DeNiro und Elizabeth MacGovern in „Es war einmal in Amerika“ tanzten, war es gestopft voll mit Leuten, die sich am Buffett alles reinstopften, was sie erkämpfen konnten. Ich hab einiges von den seltsamen Fischzeugs probiert und bin froh, dass ich heute noch lebe.
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das seltsame Fischzeugs

das seltsame Fischzeugs

Die Stars selbst und der Präsident waren sowieso in einem anderen abgesonderten Saal. Und Natalie Portman verließ wieder über die Küche den Ort. Aber sie und Ihr Freund entgingen dann doch nicht meinem Blitzlicht.

husch, husch, nix wie weg

husch, husch, nix wie weg

Dann zur Mitternachtspremiere von „Machete“. Eine einfache Geschichte, alle Stars marschieren über den Teppich.
Danach stellte ich mich noch beim Eingang des Kinos wo eine Absperrung ist zu den zig schaulustigen Kinobesuchern. 2 hektische Securitys plärrten die Leute an, sie sollen doch endlich ins Kino gehen. Aber die meisten genierten sich nicht und wollten unbedingt Jessica Alba und Anhang sehen.
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Und plötzlich kommt einer der Cornettos und nimmt mir meinen Festivalpass weg und plappert italienisch vor sich hin. Und das macht er gleich bei einigen andern auch.
Und weg war er . So standen wir um 1 Uhr früh da und hatten keine Ahnung, was los ist.
Die ohne Pass schauten sich nur verwundert an. Als mein guter alter Freund, der Festivalfotograf, vorbeikam, versuchte er zu helfen. Etwas später kam der Security auf dem Weg nach Hause vorbei und sprach uns plötzlich englisch an und meinte wir dürfen hier nicht sein…. Komisch die letzten Jahre war das nie ein Problem.
Und so sitze ich wieder auf dem kalten Boden im Casino und warte darauf, dass das Fotografenbüro um 9 Uhr aufmacht. Es ist aber schon 9.30 und keiner da….

Danny Trejo- der Allüren-lose Star

Danny Trejo- der Allüren-lose Star

Alle Fotos: copyright Starpix/Alexander Tuma

02. September 2010  / 11:22 Uhr  / by Alexander Tuma  / Kommentare deaktiviert  / Labels Alexander Tuma, Friends

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