Sonntag, 12:30 Uhr. Habe gerade SATC 2 gesehen. Hätte mir eine bessere Sonntagvormittagsgestaltung vorstellen können. Im Central Park Radfahren zum Beispiel. Anstatt 2 Stunden und 23 Minuten (jaaaa, sooooo laaaaang ist der Film!) vier Frauen mit Menopausenbeziehungskinderfamilienproblemen über mich ergehen zu lassen. Die in scheusslichen Outfits und High Heels auf Kamelen reiten und sich genauso benehmen, wie es Amis im Ausland immer machen – ohne Rücksicht auf Kultur, Religion und Sitten des Landes, dem sie sich antun.

Viel Sand um nichts
Ah! Aber genau das soll ja die Komödie sein! “Ich finde das zum Heulen, nicht zum Lachen!” stöhnt der Kollege neben mir. Wir sind uns einig: die besten 10 Minuten von Sex and the City 2 passieren ganz am Anfang. Ein gay wedding mit Musical-singenden Boys, Schwänen und Liza Minelli. Ja, Liza Minelli. Better than ever. Einen Beyonce-Hit singend und tanzend, der Beyonce wie eine schlechte Karaoke-Sängerin wirken lässt. 
Und dann Wüste. Sex am Sand. Wenig genug davon. Oyoyoyoy. Was soll ich die alle bloss beim Interview fragen??? Bei diesen lächerlichen Junket-TV-Interviews, wo man pro Kopf fünf Minuten Zeit hat in ewig gleichen Hotelzimmern vor ewig gleichen Filmplakaten “in die Tiefe” zu gehen. Die Stars tun so, als würden sie jede Frage nach vier Tagen und 70 Journalisten pro Tag noch nie zuvor gehört haben. Wir tun so, als würde sich unser IQ nicht mit jeder Sekunde dem Forrest Gump-Level nähern. “Interesting” ist das Zauberwort, das wir verwenden, wenn uns jemand fragt, wie uns der Film gefallen hat. “Interesting” ist – um es in Abwandlung eines bekannten Dieter Bohlen-Zitats zu sagen – die kleine Schwester von scheisse.

SATC-inspirierte Auslage bei Bergdorf Goodman
Es hilft natürlich wenn einen die Interviewpartner kennen. Die schon völlig entnervte Kim Cattrall blüht ein bisschen auf, als sie “a familiar face” sieht. Und macht zumindest das halbe Interview auf deutsch. Sie ist ja eine der wenigen, die Österreich nicht nur auf einer Landkarte findet, sondern sogar schon viermal da war. Frau Parker fällt mir sogar um den Hals. Sie wird immer knöcherner, ich habe Angst mich zu verletzen. Mr. Big Chris Noth will unbedingt nach Wien kommen. Wird sich machen lassen. Mir fallen sofort zwei Gelegenheiten ein.

Ahhh, Mister Big!
Vielleicht war der Höllentrip samt Notlandung doch nicht ganz umsonst – siehe Teil 1 dieser Saga. Und Isabella kann aus meinem Sarah Jessica Parker-Interview auch noch ein Special über Halston machen. Dessen Creative Director sie ja seit drei Monaten ist. SJP, nicht Isabella. Leider.

80ties Flashback

Ich schau mir das erst gar nicht an – als Frau fühle ich mich von dem Zeugs ja eher verarscht. Da zieh ich mir lieber daheim einen echt grausigen Fall von Dr. House rein.
na, da bin ich ja mal echt gespannt,wie mir die 2 1/2 std zusetzen.
bin einen tag vor der Premiere auf einer Privatvorstellung von einem der sponsoren eingeladen.
ich muss ja ehrlich sagen,das ich mich schon drauf freue. aber wie sagt man so schön: Vorfreude ist die beste freude,die selten hält was sie verspricht;-)
Ich lass mich überraschen!