Mann gegen Mädchen

Und diesmal ist es eben Andreas Gabalier, der sich schützend vor das Christkind stellt, das vom Weihnachtsmann verdrängt wird. Ja, der Andreas hat recht, der Weihnachtsmann ist abzulehnen. Nein, Wir sind nicht Amerika und zu uns kommt, bitte, immer noch das Christkind.

Dass Santa irgendwann nach Österreich geschwappt ist und jetzt dick und fett in jedem unserer Einkaufszentrum herumsitzt, verwirrt uns nur die Kinder. Da wir bekannterweise zu Weihnachten die Geburt des Jesuskindes feiern, wäre es naheliegend wenn Christkind gleich Jesuskind wäre. Bei genauerer Betrachtung ist das blondgelockte Mädchen, zu dem wir Christkind sagen, das ein langes weißes Kleidchen trägt und Flügerln hat, aber nie und nimmer Jesus. Und außerdem – wenn das Christkind, wie wir es unseren Kindern weiß machen, die Geschenke bringt, wie kann es dann am selben Tag erst geboren werden. Unlogisch, unlogisch, unlogisch.

Also zusammengefasst ist das Christkind ein anderes Kind als das Jesuskind, weil es erstens weiblich ist und zweitens herumschwebt, um die Geschenke auszuteilen und drittens nicht in einer Krippe liegt. Es ist also genauso erfunden wie der Weihnachtsmann und könnte auch Weihnachtsmädchen heißen. Aber das darf man, um Himmels willen, nicht laut sagen. Christkind muss Christkind bleiben.

01. Dezember 2014  / 07:56 Uhr  / by Christiane Tauzher  / 1 Kommentar  / Labels Christiane Tauzher

1 Kommentar

  1. Die schönsten Geschichten sind doch die ganz unlogischen, so lange wir nur dran glauben wollen. Oder?


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