Wer macht uns den Opernball?

Früher, zu einer Zeit, als Ioan Holender noch in der Staatsoper bestimmte, hatte die Organisatorin des Opernballes nichts zu lachen. Herr Holender machte kein Hehl daraus, dass er den Ball für verzichtbar hielt und somit auch deren „Mutti“. Da er ihn nicht abschaffen konnte, machte er ihn schlecht, wann immer er Gelegenheit dazu hatte.

Keine negativen Gefühle für den Ball des Hauses hegt sein Nachfolger Dominique Meyer. Stets wertschätzend behandelte er die Organisatorin Desi Treichl. Als sie nun verkündete, das Zepter abgeben zu wollen, bedauerte und verstand Meyer ihre Entscheidung gleichermaßen.

Immerhin machte Treichl den Job, der nicht unanstrengend ist, neun Jahre lang. Jetzt, da ihre Söhne aus dem Gröbsten raus sind (der älteste maturiert), möchte sie wieder heimkehren zu Familie und Brotberuf (Herausgeberin). Holender hat wirklich nichts damit zu tun – ich traue ihm sogar zu, Frau Treichl nicht mehr wiederzuerkennen, würde er ihr zufällig irgendwo begegnen. Da wäre er aber der Einzige. Der Rest des Landes weiß, wer „die Desi“ ist. Merke: Opernballorganisieren macht nicht reich, aber berühmt.

20. Januar 2016  / 15:05 Uhr  / by Christiane Tauzher  / 0 Kommentare  / Labels Christiane Tauzher

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