Aus’gsteckt ist. Pandora weiß: Da ist was im Busch. Aber was ist dran am Trend zum Schnitt im Schritt?
Mein zweiter Freund war Bodybuilder und lebte in Mauer. Dem nicht genug: Er rasierte seine Brust. Das Bild der entzündeten Haarwurzeln auf seiner gut gebräunten Haut war keines, das ich mir an die Wohnzimmerwand hängen würde. Auch die Versuche, meine Wange auf seinen gemeißelten Torso zu legen, um Anlehnungsbedürfnis vorzugaukeln, endeten optisch unansprechend: Durch die Kratzerei sah ich aus, als hätte er mir im Anabolika-Rausch eine gescheuert.
Sie sehen schon: Ich bin kein Freund der rasierten Männerbrust, im Gegenteil: Ich fordere: Bring the Brusthaar back! Lasst uns kraulen, lasst uns wuscheln, lasst uns dem Pheromon-Dunst inhalieren, bis wir kirre werden.
Denkt an Tom Jones, an Tom Selleck, an Daniel Craig, denkt meinetwegen sogar an Robbie Williams. Ich kenne keine Dame, die es oben rum glatt mag, erstens wegen der schmerzhaften Stoppeln, zweitens – um es politisch inkorrekt zu formulieren: Weil es schwul aussieht. Und ja natürlich, wir mögen Schwule, aber ebenso wenig mit ihnen schlafen wie sie mit uns.
Beim Thema Achselrasur allerdings scheiden sich bereits die Geister. Mir ist es eigentlich egal, tendenziell sind mir ein paar Kringel in der Irxn (Achtung: wienerisch!) lieber als ein Kahlschlag. Und auch ein paar vereinzelte Haare am Rücken schlagen mir keine Zacken aus der Krone, solange der Gute nicht aussieht wie eine Perserkatze auf Speed.
Wenden wir aber nun den Blick gen Süden. Wie ich schon in meiner Lieblingskolumne “Ham and Eggs” anmerken durfte: Gute Eier sind rasiert – oder lutschen Sie gerne an Schal und Fäustlingen herum? Das Schamhaar-Krönchen über dem Maß aller Dinge könnte man stutzen, so es zu buschig ist, erstens sieht das besser aus, zweitens schummeln Sie so ein paar optische Zentimeter dazu, drittens überspringt man so manche olfaktorische Hürde, viertens habe ich vergessen.
Wie Sie sich der schweren Last entledigen, bleibt Ihnen überlassen. Die Nassrasur ist zu empfehlen, erst unlängst erzählte mir eine Freundin, sie hätte die Enthaarungscreme auf dem Dödel ihres Holden zu lange einwirken lassen – ich will nicht ins Detail gehen, entlasse Sie aber mit dem Wort “Bläschen” in Ihre eigene Phantasie. Arschhaare? Weg damit! Ja, auch die in der Ritze. Es gibt gewisse Stellungen, die den Blick in selbige offenbaren, und Sie möchten ja nicht der Dame ihres Herzens die optische Umsetzung von “Welcome to the Jungle” präsentieren.
Nun zu Erfreulicherem: Dem weiblichen Körper. Machen wir es schnell und schmerzlos (nicht so wie Waxing: schnell und schmerzvoll). Achseln: Rasieren! Beine: Rasieren! Brust & Bauch: Zupfen! Ja, auch für den Fall, dass Sie jetzt endgültig abgeturnt sind: Auch Frauen haben Haare an den unmöglichsten Stellen, sie sind aber schlau genug, sie zu entfernen. Dicke, schwarze Haare. Ekelig, gell? Schon allein die Vorstellung, dass ihre Liebste mit einer Pinzette vor dem Spiegel steht und sich die Borsten aus der Haut zupft, bringt den härtesten Mann zum Erweichen. Aber was soll’s? Reality bites!
Und jetzt zur Frage aller Fragen (hören Sie dazu auch Christopher Just aka Punk Anderson: “Pussy Shaver”): Was ist der optimale Schnitt im Schritt? Offen gesagt: Ich bin zu faul für Landebahnen oder Triangeln, ratzfatz – Blankenese. Da ich körperlich meilenweit von Lolita entfernt bin, sieht das auch nicht aus wie eine Einladung für Päderasten, sondern eigentlich sehr hübsch aus. Trotzdem ist es erstaunlich, wie viele Frauen immer noch Busch tragen. Man sieht sie überall: Im Fitnesscenter, in der Sauna, im Schwimmbad (Stichwort: wenn der Dschungel aus dem Höschenrand wuchert). Anmerkung: Ist das jetzt ein neuer Trend, Retro oder bloß Faulheit? Ganz egal, ich mag es nicht. Der weibliche Busch bleibt den Treehuggern und Im-Kraftkreis-Menstruierenden vorbehalten, ich passe dankend.
Nur eines noch zum Schluss: Stören Sie niemals eine Dame bei der Intimrasur. Ich bin einmal fast vor Schreck in der Badewanne ersoffen, einmal habe ich mir beinahe eine Hauptschlagader geöffnet. Vielleicht sollte ich doch mal Wax in the City probieren.

Das Pulver für das Gesicht hat - wie viele andere Kosmetikartikel - seinen Ursprung bereits in der Antike. Schon damals sollte es die Haut ebenmäßiger, getönter und matter machen. Heute gibt es vi. […]
ich bin so froh über das allgemeine enthaaren, ich kann es gar nicht sagen. wenn ich da an meine jugend denke – ich fand körperbehaarung immer widerlich.
ist übrigens gar kein neuer trend, die moslems in arabien haben das schon vor 1000 jahren gemacht.
perserkatzerl ist genauso eklig wie perserkater. aber bei einem stimm ich dir nicht zu: es kann ganz schön erotisch sein, wenn einem der liebste rasiert. und umgekehrt.