Spieglein, Spieglein an der Wand: Wer sind die schönsten Medienfrauen im Land?

Wir freuen uns wahnsinnig, dass Woman unsere Geschichte aufgegriffen hat und unsere „Best Dressed Medienfrauen“ in der aktuellen Ausgabe bringt.

In der Zwischenzeit arbeiten wir bereits emsig an den „Best Dressed Medienmännern“. Ob Christian Rainer dabei ist? Lassen Sie sich überraschen, Tipps & Anregungen, wer noch unbedingt in die Liste sollte, nehmen wir gerne an.

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Alle machen Listen, wir nicht 🙂 ! Aber die Frage nach den bestangezogenen Medienfrauen des Landes hat uns trotzdem bewegt. Wer stylt sich gut, wer legt Wert auf eigenen Stil und hat Vorbildwirkung? Also haben wir ein paar Style-Fachfrauen und -Männer und auch uns selbst befragt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Statt der üblichen Top 5 sind es Top 6 (in alphabetischer Reihenfolge) geworden.

Hier sind die bestangezogenen Medienfrauen des Landes :

Eva Dichand (Herausgeberin und Geschäftsführerin Heute)
Große Vorliebe für US-Designer, augenblickliche Favoriten: Reed Krakoff und Derek Lam. Sammelt angeblich auch edle Vintage-Designermode (Pucci, Dior etc. …). Hat den Riesenvorteil, dass durch ihre Modelfigur an ihr alles gut aussieht, kann alles tragen.


Euke Frank (Chefredakteurin Woman)
Mein Styleprofil: „Ganz generell mag ich es unkompliziert und ohne Diktat. Ich steh auf tolle Muster, fließende Stoffe und schöne Dekolletes. Ich kombiniere Jeans mit frechen, kurzen Blazern und High Heels genauso gerne wie knielange, edle Tunikas mit flachen, derben Stiefeln. Ich bin weiblich, und mag das nicht verstecken. Einschnüren und zusammenpferchen lass ich mich nicht. Meine Lieblingsfarben sind derzeit dunkles Flaschengrün, weiß und knalliges Rot.“

Lieblingslabels: „Ich bin ein großer Fan von Marni wegen der Farben und Muster, ich liebe die edlen Schnitte von Jil Sander, Diane von Fürstenberg, Alexander McQueen und Balenciaga.“

Lieblingslooks: „Derzeit halbhohe Pilotenstiefel und ein wunderschönes, knielanges Missonikleid, dazu blickdichte dunkelbraune Strümpfe, bis auf meinen Verlobungs- und meinen Ehering keinen Schmuck, und eine enge Jeansjacke, falls es kalt ist.“

Über Styling: „Mir sieht man meine Tagesverfassung an: Bin ich fröhlich und gut gelaunt, dann farbenprächtiges Outfit. Mag ich mich verkriechen, dann gerne in Schwarz oder Nachtblau. Styling ist Ausdruck meiner Seelenverfassung. Das Gute daran: Ich kann mich ganz schnell auch mit Kleidung in bessere Laune versetzen. Das ist das, was zählt – und nicht, wieviel ein Stück gekostet hat und was hinten drin eingenäht ist.“

Ingrid Geringer (Fashion Director flair Mondadori Austria & CEE)
Lieblingsdesigner: „Ich liebe Ann Demeulemeester und ihre ‚gothic fashion‘ seit Jahren, wie auch die übrigen ‚Antwerp Six‘. Seit neuestem bin ich auch ein großer Fan von Haider Ackermann, ich hab mich total in seine Designs verliebt.“

Mein persönlicher Stil: „Ich trage am liebsten und eigentlich immer schwarz.“

Mein Styling: „Ich bekenne Farbe und trage neuerdings statt purem Schwarz dunkles Blau 🙂 Lanvin hat mich dazu gebracht; dieses dunkelblaue Drapier-Werk ist einfach traumhaft schön, ein Stück mit zwei ‚Gesichtern‘. Das Mantelkleid lässt sich gleichermaßen als Kleid und als Mantel tragen, es ist sehr elegant, kann aber genauso gut casual getragen werden. Ich entscheide mich für die goldene Mitte und kombiniere das Mantelkleid mit einem lässigen und bequemen Overall. So wie die skulpturartigen YSL-Stiefeletten: Die sind ein Hingucker und passen einfach zu allem.“

„Mit kleinen Details und Accessoires wie dem Gürtel von Maison Martin Margiela oder dem Vintage-Kropfband spiele ich gerne – die brechen dann meine ‚dunkle‘ Vorliebe zu Schwarz, heitern den Look auf und machen ihn so interessant.“


Head To Toe: Kropfband aus Fake Fur Vintage, Sterlingsilber Necklace von Corso Como, Catsuit Maßanfertigung von Jeroen van Rooijen, Wickelgürtel von Maison Martin Margiela, dunkelblauer Mantel Lanvin, Schuhe YSL

Kira Stachowitsch (Chefredakteurin INDIE Magazine, material girl Magazine, Monki Magazine)
„Meine Garderobe besteht derzeit wohl zu ungefähr 70% aus Flohmarkt-Fundstücken, selbst wenn dieser mühsame Jagdtrieb frühmorgendliches Aufstehen und weite Anreisewege bedingt. Momentan pflege ich einen Bodenlange-Oma-Nachthemden-Tick – Gottseidank bin ich was das auf der Straße angestarrt werden angeht aber schon sehr abgehärtet. Lieblingskollektionen S/S 2011 sind zum Beispiel Maison Martin Margiela, Comme des Garcons, Givenchy oder Rick Owens: Düster und dekonstruktivistisch, genau das richtige für den Sommer also.“


Clarissa Stadler (Moderatorin ORF Kulturmontag mit art.genossen)
„Meine Lieblingslabels privat: immer öfter skandivische Labels wie Malene Birger, Acne etc. und Isabel Marant, Vanessa Bruno… Ich laufe die meiste Zeit in Jeans und Shirts herum. Aufbrezeln finde ich anstrengend und bin zu faul dafür.“

„Meine ‚alten Lieben‘: immer wieder Costume National (manche Mäntel oder Jacken hab ich schon fast 10 Jahre und trag sie noch immer), immer wieder Joseph, hin und wieder ein Stella-McCartney-Teil und …Prada.“

„Ich war immer fasziniert von Mode – bin aber meistens zu faul, konsequentes Styling zu betreiben.“

„Deswegen auch meine Vorliebe für ‚Klassiker‘, die bei mir ganz automatisch zu Vintage-Teilen werden, weil ich alles ewig sammle (meine ältesten Teile sind Tücher und Schals, die ich noch in den 80er Jahren auf dem Flohmarkt gekauft habe).“


Top: Helmut Lang, Jacke: Alexander McQueen, Foto: ORF

Desirée Treichl-Stürgkh (Herausgeberin H.O.M.E., flair)
„Mein Stil – schwer, ihn selber zu beschreiben. Versuche es: Als ich bei VOGUE Mitte der 80er Jahre begonnen habe, war mein Stil sicherlich trendiger, mutiger, ausgeflippter, als er jetzt ist. Wir haben viel selbst gemacht – vom Flohmarkt, Second hand,… Allerdings mussten wir immer den neuesten Trend haben. Wenn nicht das Original, dann ’nachgekupfert‘.“

„Ab Mitte 30 und den Kindern kam der Mode-Wechsel. Drei Buben herumzukutschieren, verlangt nach unkomplizierter Kleidung: Hosen, Stiefel, Pullis, Jacken statt Mäntel,… sportlich, ein wenig avantgardistisch, aber immer mit einem Schuss Design. Mir ist Design auch in der Mode immer wichtig. Ein T-Shirt – soll den richtigen Ausschnitt haben. Eine Hose die richtige Länge,…“

„Bei ‚offiziellen‘ Auftritten liegt mir das schlichte, reduzierte Design mit dem gewissen Etwas. Bei mir findet man keine Rüschen, no Volants,… auch kein von ‚Kopf bis Fuß‘ von einem Designer Styling. Ist mir total fad. Liebe es zu kombinieren und zu experimentieren. Looks gibt es viele in meinem Kasten – von der Bleistiftrock-Opernball-Organisatorin über die Hosenanzug tragende Herausgeberin bis hin zum klassischen Dirndl in Salzburg – you know!! Habe unzählige Kleine Schwarze im Kasten, unzählige weiße Blusen, was ich damit sagen will, was immer und egal wo funktioniert, ist die Klassik! Einfach, aber mit dem richtigen Touch.“

„Meine Lieblingsdesigner für dieses Frühjahr/Sommer – sind sicherlich Dries van Noten, Jil Sander und Acne.“



Foto (c) H.O.M.E.

10. Mai 2011  / 08:09 Uhr  / by Isabella  / 8 Kommentare  / Labels New&Trendy

8 Kommentare

  1. also den vorschlag mit der liste der medienmänner find ich gut. nehmt doch auch die werber dazu !! da wird es bunter, – eine menge berufsjugendlicher dabei !

  2. Ich mag Rankings, – macht doch öfter so was ! Die, die dabei sind lesen und erzählen es weiter. Die, die nicht dabei sind, ärgern sich, lesen es aber trotzdem auch 🙂

  3. ich find, kira stachowitsch hat einen großartigen style! super fotos, würd mich interessieren, wer die gemacht hat??

  4. was meint ihr denn, wer hat den besten style?

  5. @spectator: warum gespannt, ob der kurier darüber berichtet?? ist es nicht eh eine kurier-geschichte bzw. freizeit-isatrends??
    @florentine: bin ganz ihrer meinung!

  6. Eine interessante Zusammenstellung. Ich kannte Frau Stachowitsch nicht, sieht aber süß aus. Bin gespannt, ob der Kurier darüber berichten wird, wo doch Eva Dichand unter den Top 6 ist.

  7. warum lasst ihr die blog-leserinnen nicht abstimmen, wer die allerschönste ist ?

  8. österreichs medienfrauen sind ja wirklich ganz adrett, jetzt müsst ihr aber auch die medienmänner machen. da sieht es, abgesehen von armin wolf und ein paar anderen schon weit trauriger aus 🙂 !


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