Dinge, die Freude machen…

…sonst aber nicht wirklich etwas miteinander zu tun haben. Ein Buch, ein Shop, eine Werbung, ein Verbot und ein paar Taschentücher zur Wochenmitte.

Immer wieder ein Vergnügen, auf den selbst geschürten Hype reinzufallen. Lese gerade mit monatelanger Verspätung – Donna Tartts großartiger „Distelfink“ ist schuld – Lena Dunhams in den Himmel gelobte Memoiren-/Ratgeber-/Tagebuchaufzeichnungen „Not That Kind Of Girl“ und langweile mich herzlich.

Wie man um etliches unterhaltsamer mit der eigenen Vergangenheit umgeht, zeigt Clemens Setz‘ vorgestern bei Suhrkamp erschienener (Nach-)Erzählband „Glücklich wie Blei im Getreide“. Darin hat Setz Geschichten, die er mit 18, 19 geschrieben hat, aus der Lade des Vergessens hervorgekramt und nacherzählt. Ein Konzept, das famos funktioniert. Über „Warum ich niemals Vater werde“ lache ich immer noch.

46587_Setz_U1

Frühling, auch so ein famoses, wenn auch derzeit in der bloßen Theorie verharrendes Konzept. Die Strategie, Sonne herbeizuessen, macht auf die Dauer auch eher nicht so glücklich. Dann lieber bei Monir Kienzl vorbeischauen. Im neu eröffneten Showroom der Schmuckdesignerin in einer recht verschlafenen Ecke des sechsten Bezirks gibt’s erstens immer wunderbaren Blumenschmuck und zweitens noch wunderbarere handgefertigte Schmuckstücke. Feine Halsketten in Roségold zum Beispiel.

_H6B8359

_H6B8382

Nicht alles, was schön ist, kann und soll man auch gleich sofort angreifen. Kristen Stewart hätte vermutlich ziemlich was dagegen, würde ihr jeder, der sie gut findet, seine Wertschätzung durch direkten physischen Kontakt übermitteln. Eine Ausnahme machte sie letztens nur für Karl Lagerfeld, als der sie für die aktuelle Chanel-Sonnenbrillenkampagne fotografieren wollte. Ist halt auch ein guter Grund.


Sich selbst gleichzeitig nahe und doch nicht zu nahe zu kommen, hat weniger mit Akrobatik, Paradoxon oder philosophischer Möbiusendlosschleife zu tun als vielmehr mit einer kleinen Teleskopstange, die von Japan aus die Welt eroberte, um jetzt endlich auch bei uns zu nerven. Deshalb folgte die Albertina unlängst dem Beispiel internationaler Kulturstätten, Kolosseum, MoMA, Versailles, und sprach ein Selfiestick-Verbot aus. Für alle. Ausnahmslos.

Abschließend ein weiteres kleines Paradoxon. Trotz frühlingsfernem Wetter stehen Birke, Hainbuche und Esche demnächst in voller Blüte und vermiesen Allergikern bis auf weiteres den Kaffee unterm Heizpilz. Schneuzen kann man sich jetzt aber wenigstens stilvoll. In die neue feh Fashion Edition, die sich charmant ins Redaktionsbücherbord einfügt und, im Gegensatz zur Redaktion, herzlich gern angerotzt werden darf. Wohlsein.

FullSizeRender-3

Fotos: Suhrkamp Verlag, Andreas Balon, Karl Lagerfeld für Chanel via @CHANEL Twitter, Isa Trends

08. April 2015  / 18:04 Uhr  / by Claudia Hubmann  / 0 Kommentare  / Labels New&Trendy, Claudia Hubmann

Kommentar schreiben

Du musst Eingeloggt werden um kommentieren zu können.

Jetzt Isa Trends Abonnieren?

Bitte E-Mail Adresse eingeben.

>>Abonnieren

MAGAZIN COVERS