Bye-bye, Burberry! Christopher Bailey verlässt das britische Label nach 17 Jahren

Eine Ära geht zu Ende. Oft strapazierter Satz, hier passt er aber mal wirklich. Wenn Christopher Bailey Ende März 2018 Burberry verlässt, geht tatsächlich eine Ära zu Ende.

Burberry ohne Bailey, (noch) kaum vorstellbar. Das britischste aller britischen Labels hat Bailey extrem viel zu verdanken. Als der damals 30-Jährige 2001 die kreative Leitung übernahm, war Burberry imagemäßig ganz weit unten. Das typische Burberry-Karo, durch wahllosen Einsatz auf Mänteln, Taschen, Schirmen und anderem Accessoirefirlefanz omnipräsent, hatte jegliche modehistorische Credibility eingebüßt und galt, vor allem in Großbritannien, als Erkennungszeichen der Chav (= Proll)-Kultur.

Auftritt Bailey, der in den kommenden Jahren mit viel Gespür für Style-Zeitgeist, künstliche Verknappung und die Bedeutung der damals noch „Neue Medien“ genannten neuen Kommunikationsformen – das Internet! – das Label komplett neu aufstellen sollte. So neu, dass man mit Burberry nur mehr einen Namen in Verbindung brachte: Bailey, alles andere war Geschichte. (Kleiner Test: Können Sie vielleicht eine/n anderen Burberry-Desiger/in mit Namen nennen? Eben.)

Nach einigen konzerninternen Umstrukturierungen – Bailey war 2014 nach dem Abgang von Angela Ahrendts zu Apple zum CEO be- und zwei Jahre später wieder abberufen worden – wird also Ende März 2018 die Bailey-Ära zu Ende gehen. Das Rennen um die Nachfolge ist eröffnet, wer auch immer die Kreativagenden übernehmen wird, leichte Aufgabe wird das keine werden.

Foto: @bof Instagram

31. Oktober 2017  / 17:56 Uhr  / by Isabella  / 0 Kommentare  / Labels New&Trendy

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