Derzeit läuft im Berliner Martin-Gropius-Bau gerade die Olafur-Eliasson-Retrospektive “Innen Stadt Außen”. Und die ist für Eliasson-Begriffe fast so was wie “bescheiden”, so es das im Beschreibungsvokabularium in Sachen Eliasson überhaupt gibt.
Aber normalerweise lässt der dänische Superstar-Ausnahmekünstler mit seinen Installationen ja schon mal synthetische Sonnen über London untergehen, Wasserfälle die Brooklyn Bridge herabstürzen und japanische Flüsse grün färben.
Sonnenuntergang in der Londoner Tate Modern à la Eliasson (2006):
Und sind wir uns wirklich tausend Pro sicher, dass die Aschewolke über dem isländischen Eyjafjalla nicht doch eine Überinstallation von Eliasson sein könnte? In Island ist der 1967 geborene Däne schließlich aufgewachsen und kennt dort jeden Geysir. Heute lebt er pendelnd zwischen Kopenhagen und Berlin.
“Innen Stadt Außen” basiert auf Eliassons enger Beziehung zu Berlin, “aber vielleicht verhält
es sich auch genau andersherum: Das Leben Berlins fließt in Eliassons Werk ein”, so Kurator Daniel Birnbaum.



So flanieren zum Beispiel die Besucher auf typischen Berliner Granit-Gehwegplatten durch die Ausstellung oder stoßen an den ungewöhnlichsten Orten in der ganzen Stadt auf Spiegel, die zum Beispiel auf Fahrrädern oder auf einem LKW angebracht sind, der sich langsam durch die Stadt bewegt und dabei in Echtzeit sein eigenes flüchtiges Film-Porträt “überträgt”.
Wie das mit dem LKW genau funktioniert zeigt dieser Kurzfilm, der von Eliassion eigens für Berlin produziert wurde:
Hier gibt’s weitere Impressionen aus “Innen Stadt Außen”:
“Innen Stadt Außen” läuft bis 9.8. im Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin, und an weiteren Orten in Berlin.

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