Prinzessin Sophie

Meine Pressereise führt mich ins wunderbare Tunesien.

Beatrice, drei weitere Journalisten und meine Wenigkeit verlassen mit einer entsetzlichen Verspätung Wien, landen um Mitternacht in Tunis und checken ins opulente Hotel Africa ein.

Aus unerfindlichen Gründen bekomme ich als einzige eine Suite, was mir hiermit meinen neuen Namen beschert: „Prinzessin Sophie“. Ich empfinde das leicht übertrieben, doch es sollen noch einige Dinge geschehen, die meinem neuen Titel alle Ehre erweisen 😉 .

Leider bleiben mir bloß fünf Stunden bis zur Abreise, und ich kann die Annehmlichkeiten eines Wohnzimmers, eines Schlafzimmers, zweier Badezimmer, eines Vorzimmers und dreier Toiletten nur begrenzt in Anspruch nehmen.

Eine knappe Stunde dauert der Flug nach Djerba, wo wir im Hotel Royal Garden unsere strandseitigen Zimmer beziehen und umgehend vom Management zum Frühstück begleitet werden.

Das Buffet lässt keine Wünsche offen. Ein Koch verwöhnt mit Pancakes, Waffeln und Eiern in allen erdenklichen Variationen. Es gibt Kaffee aus der Kanne oder Espressi. Es gibt frisches Obst und Gemüse und ein großes Angebot an Wurst/Käse und Aufstrichen. Und selbstverständlich Brot und Kuchen.

Danach führt uns die charmante Marketingassistentin Nadia Bayoudhi durch die Anlage, die zu dieser Jahreszeit gästemäßig noch dünn besiedelt ist. Weitaus dichter ist der Park, der uns zum Strand führt. Der Chefgärtner hat sich unserer Runde angeschlossen und erklärt, erzählt und zeigt uns die Diversität der Palmen, führt uns durch den Kräutergarten und lässt uns selbst Hand anlegen. Wir dürfen uns einen Keimling aussuchen und ihn selbst eingraben. Als Zuckerguss bekommt jeder ein Holztäfelchen, wo sein Name handschriftlich eingebrannt wurde.

Komm ich also geplanterweise im Herbst wieder, erwartet mich im Garten hoffentlich ein dichter Verbenenstrauch 😉 .

Während Beatrice mit den drei Gästen zum Golfen aufbricht, hole ich meine Badesachen, um zum Strand zu fahren. Steht da doch glatt eine Kutsche für uns bereit! Eine Überraschung des Hotelmanagements!

Vier Prinzessinnen und ein Prinz nehmen Platz und lassen sich von dem Pony zum hoteleigenen Golfplatz bringen, der größenmäßig seinesgleichen sucht. Es gibt einen 9- und einen 18-Loch-Platz.

Da mein Shuttle vor dem Hotel wartet, werde ich alleine zurückgebracht, was meinem Namen bloß gerecht wird 🙂 .

Eine Viertelstunde mit dem Auto entfernt befindet sich in einer Lagune der Kiteclub, wo ich einen Einführungskurs von drei Stunden belege.

Djerba eignet sich hervorragend zum Kiten, da der Wind so gut wie immer bläst und das Wasser sehr flach ist.

Abendessen sowohl am Buffet als auch im À-la-carte-Restaurant ist hervorragend. Wenn es allerdings kein Motto gibt, ist mir persönlich die Auswahl zu mitteleuropäisch und zu wenig tunesisch.

Unseren letzten Tag beginnen wir mit einer Inselrundfahrt. Danach besuchen wir einen Töpfer, der Wunderhände und ein zuckersüßes Babykamel besitzt.

Anschließend werden wir mit Segways vertraut gemacht. Unter strenger Geschwindigkeitskontrolle führt uns Ali durch Djerbahood, wo 2014 ein Kunstprojekt stattfand, wo 150 internationale Künstler die Hauswände bemalten (Infos unter crt.djerba@ontt.tourism.tn, bei M. Ali, +21658932902, oder direkt bei Tourist-Info Djerba, +21675650544).

Im Restaurant Haroun nehmen wir einen herrlichen Lunch ein und genießen den Blick aufs Meer.

Anschließend gibt es statt Kaffee Tee und zwar bei Dar Jilani.

Nachdem wir uns die Location ansehen, die auch für Events gemietet werden kann – ein großzügiger Outdoorbereich mit einem kleinen Pool –, bekommen wir live zu sehen, wie Jilani arbeitet.

Ich werde nach meiner Lieblingsfarbe gefragt, welche mit einem zarten Pinsel gemischt mit anderen Aquarellfarben auf eine kleine Spiegelplatte auftragen wird.

Innerhalb ein paar Sekunden entsteht eine Strandlandschaft. Mir bleibt der Mund offen. Mit einem Pinselstrich zaubert er eine Frauenfigur, eine Palme und Vögel.

Ich bin sprachlos. Talentierter kann man dann nicht mehr sein. Er schreibt Prinzessin Sophie auf arabisch und überreicht mir mein Geschenk.

Abschließend fahren wir in den Ort Houmt Souk, wo man herrlich einkaufen gehen kann. Tücher, Datteln, Körbe, Schmuck, Töpferware und vieles mehr. Immer schön verhandeln nicht vergessen, nicht gleich den ersten Preis bezahlen 🙂 .

Auch die Medina in Tunis ist ein Einkaufsparadies, wo wir am nächsten Tag einen Spaziergang machen, während wir auf unseren Anschlussflug warten. Die chaotisch wirkenden Gassen lenken mich schnell von den Waren ab, die dicht aneinandergereiht vom Fußboden bis zur Decke zur Schau gestellt werden. Jedes Bauwerk ist ein Unikat, die Tore meist in bunten Farben und aufwändig beschlagen.

Die Unesco erklärte die Medina von Tunis 1979 zum Weltkulturerbe. Meiner Meinung nach könnte man Tunesien großflächig zum Kulturerbe ernennen. Es gab wenig, was nicht einzigartig schien.

03. Mai 2017  / 12:37 Uhr  / by New York Girl  / 0 Kommentare  / Labels Uncategorized, New York Girl

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